Am Donnerstagmorgen, dem 5. März 2026, wurde ein Mann in seinen Fünfzigern nach einem Haiangriff vor der Insel Lady Elliot Island per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Vorfall ereignete sich beim Schnorcheln im flachen Riff an der Westseite der Insel – dem südlichsten Punkt des Great Barrier Reef.
Was ist passiert?
Der Mann war gemeinsam mit zwei Begleitern im Wasser, als er gegen 8 Uhr morgens von einem Hai gebissen wurde. Die drei Männer waren keine Gäste des Lady Elliot Island Eco Resorts, sondern hielten sich unabhängig davon in dem Gebiet auf. Nach dem Angriff schwammen alle drei zurück ans Ufer und alarmierten das Resortpersonal.
Laut dem Queensland Ambulance Service erlitt der Verletzte eine tiefe Schnittwunde am rechten Arm sowie oberflächliche Verletzungen an Bauch und Hand. Ein Notarzt und ein Rettungssanitäter versorgten ihn noch vor Ort, bevor er stabil ins Bundaberg Base Hospital geflogen wurde.
Reaktion des Resorts
Das Lady Elliot Island Eco Resort bestätigte den Vorfall in einer Pressemitteilung und erklärte, dass das Personal sofortige Hilfe geleistet und die Notfallversorgung koordiniert habe. In der Erklärung hieß es außerdem:
- Die westlichen Schnorchelzonen der Insel wurden bis auf Weiteres gesperrt.
- Alle internen Gäste des Resorts wurden informiert.
- Resortpersonal und Meeresexperten überwachen die gesperrte Zone.
- Die Haiart, die an dem Angriff beteiligt war, ist bislang nicht bekannt.
Lady Elliot Island: Ein Ort mit reichem Meeresleben
Lady Elliot Island liegt rund 85 Kilometer nordöstlich von Bundaberg und gilt als eines der artenreichsten Schnorchelgebiete Australiens. Auf der Website der Insel wird darauf hingewiesen, dass rund 30 verschiedene Haiarten in den umliegenden Gewässern regelmäßig gesichtet werden – darunter Hammerhaie und Tigerhaie, besonders an der Westseite der Insel. Bisherige Berichte erwähnen auch Weiße Haie als gelegentliche Besucher der Region.
Häufung von Haiangriffen in Australien
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Haiangriffen ein, die Australien in den vergangenen Monaten erschüttert haben. Bereits im Januar 2026 kam es zu tödlichen Angriffen in anderen Teilen des Landes. Behörden und Experten betonen, dass Angriffe in Riffsgewässern zwar selten sind, Schnorchler und Schwimmer jedoch stets Vorsicht walten lassen sollten.

