An einem stark frequentierten Strand im Nordosten von Brasilien ist ein 13 Jahre alter Junge bei einem Haiangriff ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen nahe der Stadt Recife, einem Küstenabschnitt, der seit Jahren für vereinzelte Haiattacken bekannt ist.
Nach Angaben der örtlichen Behörden befand sich der Junge mit einem Freund im flachen Wasser, als es zu dem Angriff kam. Augenzeugen berichteten, dass der Hai plötzlich auftauchte und den Jugendlichen schwer verletzte. Rettungskräfte trafen wenige Minuten später ein, konnten jedoch nur noch den Tod des Kindes feststellen. Der zweite Jugendliche blieb unverletzt.
Medizinische Berichte sprechen von massiven Verletzungen an den Beinen, die mit einem einzelnen, schnellen Angriff vereinbar sind. Fachleute gehen davon aus, dass es sich um einen großen Küstenhai handelte. Eine eindeutige Artbestimmung ist jedoch nicht möglich, da das Tier nicht gesichtet oder gefangen wurde.
Die betroffene Region verfügt seit Jahren über ein spezielles Überwachungs und Präventionsprogramm. Dazu gehören Warnschilder, Drohnenbeobachtung und zeitweise Badeverbote. Trotz dieser Maßnahmen kommt es entlang der Küste von Recife immer wieder zu Zwischenfällen. Wissenschaftliche Untersuchungen führen dies unter anderem auf Veränderungen der Küstenökologie, Hafenbauten und veränderte Strömungsverhältnisse zurück, die Haie näher an den Strand bringen können.
Die lokalen Behörden sperrten den Strand unmittelbar nach dem Vorfall und kündigten eine Überprüfung der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen an. Vertreter der Stadtverwaltung betonten, dass Haiangriffe weiterhin äußerst selten seien und keine gezielte Gefahr für Badegäste bestehe.

