Eine aktuelle Langzeitstudie, veröffentlicht von Royal Society Publishing, offenbart überraschende Erkenntnisse über das Sprungverhalten von Riesenhaien (Cetorhinus maximus). Die Untersuchung, die auf Biologging-Daten basiert, zeigt, dass diese marinen Großfische ganzjährig und über weite Gebiete hinweg aus dem Wasser springen.
Unerwartete Akrobatik
Bislang wurde das energiereiche Sprungverhalten, auch als „Breaching“ bekannt, primär bei Walen und Delfinen sowie einigen anderen Fischarten beobachtet. Die Forscher stellten nun fest, dass auch Riesenhaie dieses Verhalten mit hoher Intensität und über einen weiten Zeitraum hinweg zeigen. „Unsere Ergebnisse enthüllen unerwartet hohe Breaching-Aktivitäten von Riesenhaien, von einzelnen Sprüngen bis zu Serien von bis zu neun aufeinanderfolgenden Sprüngen“, heißt es in der Zusammenfassung der Studie von Royal Society Publishing.
Die Daten belegen, dass Riesenhaie mit vertikalen Geschwindigkeiten von 2,6 bis 9,1 Metern pro Sekunde aus dem Wasser auftauchen, wobei sie vor dem Sprung Tiefen von 15 bis 30 Metern erreichen können. Das Verhalten wurde zu allen Jahreszeiten, über den gesamten Tag verteilt und an verschiedenen Küstenstandorten dokumentiert.
Die Entdeckung dieses weit verbreiteten und ganzjährigen Verhaltens bei Riesenhaien erweitert das Verständnis der Biologie und des Energiehaushalts dieser faszinierenden Spezies erheblich.


