Forscher der University of Chester und Partner auf den Philippinen haben die extreme Anfälligkeit der Fuchshai-Populationen in der Zentralen Visayas-See hervorgehoben. Ihre Studie, die ein ferngesteuertes Stereo-Kamerasystem nutzte, zeigt, dass selbst geringe Verluste durch Fischerei schwerwiegende Folgen haben können.
Pelagische Fuchshaie in der Zentralen Visayas-See, einem Hotspot für den Haitauch-Tourismus am Monad Shoal und Kimud Shoal, könnten bereits bei einer jährlichen Fischereisterblichkeitsrate von 5,3 % einen potenziell katastrophalen Rückgang erleiden. Die Entfernung von nur 15 bis 18 weiblichen Haien pro Jahr würde ausreichen, um die Population in einen Abwärtstrend zu versetzen.
Bedrohte Art und Tourismus
Die letzten fünf Jahrzehnte waren weltweit von einem geschätzten Rückgang der ozeanischen Haipopulationen um 71 % geprägt. Auf den Philippinen sind Fuchshaie von großer Bedeutung für die regionale Tourismuswirtschaft, die maßgeblich vom Haitauchen lebt.
Obwohl ein Verbot der gezielten Haifischerei besteht, ist die Nachhaltigkeit der Bestände nicht garantiert. Beifang, also unbeabsichtigte Fänge mit Fanggeräten, und illegale Fischerei stellen weiterhin eine erhebliche Bedrohung dar. Das Forschungsteam setzte ein Stereo-Kamerasystem über vier Monate ein, um die Haie unter Wasser zu vermessen, ohne sie fangen zu müssen. Dabei wurden signifikant mehr Weibchen aller Reifegruppen als Männchen beobachtet.


