Während eines Sicherheitsstopps vor Destin im US-Bundesstaat Florida bekam der Speerfischer Matthew Piendak unerwartet Gesellschaft. Drei Haie näherten sich ihm im offenen Wasser wiederholt aus verschiedenen Richtungen. Piendak hielt seine Harpune zwischen sich und die Tiere und stieß sie bei besonders nahen Annäherungen ab. Ein Boot erreichte ihn schließlich und nahm ihn aus dem Wasser. Er wurde nicht gebissen und blieb unverletzt.
Piendak veröffentlichte die Aufnahmen selbst in einem öffentlichen Facebook-Reel. In seiner Bildunterschrift schreibt er, drei Haie hätten ihn bei seinem Sicherheitsstopp bedrängt und er habe sie abwehren müssen, bis das Boot eintraf. Das Video zeigt die Begegnung aus seiner Perspektive.
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Mehr InformationenDrei Haie während des Sicherheitsstopps
Ein Sicherheitsstopp ist eine kurze Pause beim Aufstieg, meist in geringer Tiefe. Er soll dem Körper zusätzliche Zeit geben, gelösten Stickstoff abzugeben und damit das Risiko einer Dekompressionskrankheit zu verringern. Ein Taucher kann diese Pause nicht einfach beliebig abbrechen, ohne seine vorherige Tiefe und Tauchzeit zu berücksichtigen.
Nach einem ausführlichen Bericht über Piendaks Schilderung ereignete sich die Begegnung am 11. Juli 2026 rund zwölf Meilen südöstlich der Destin Jetties im Golf von Mexiko. Piendak hatte beim letzten Tauchgang des Tages einen Fisch erlegt und ihn mit einer Boje zur Oberfläche geschickt. Während des anschließenden Aufstiegs bemerkte er zunächst einen Hai unter sich, später kamen zwei weitere Tiere hinzu.
Auf den Aufnahmen schwimmen die Haie mehrfach direkt auf den Taucher zu. Piendak dreht sich fortlaufend, um die Tiere im Blick zu behalten, und verwendet die Harpune als Abstandshalter. Er schießt im sichtbaren Ausschnitt nicht auf die Haie. Als sich eines der Tiere schnell nähert, drückt er es mit der Spitze beziehungsweise dem Schaft der Harpune weg.
Keine Bisse und keine Verletzungen
OutKick berichtete, dass das Boot Piendak erreichte, bevor einer der Haie zubeißen konnte. Er kam ohne Verletzungen aus dem Wasser. Der Vorgang ist deshalb kein dokumentierter Hai-Biss. Die Bezeichnung als „Angriff“ stammt aus Piendaks eigener Bildunterschrift und aus mehreren Medienüberschriften; das Video belegt vor allem wiederholte, sehr nahe Annäherungen und aktive Abwehrbewegungen.
Auch die Artbestimmung bleibt offen. Einige Berichte bezeichnen die Tiere als Bullenhaie, andere halten Sandbankhaie für möglich. Eine unabhängige Bestätigung durch Fachleute wurde nicht veröffentlicht. Haitauchen übernimmt deshalb keine der beiden Zuordnungen als gesicherte Bestimmung.
Warum Speerfischen das Verhalten beeinflussen kann
Beim Speerfischen können Blut, Körperflüssigkeiten und die Bewegungen verletzter Fische Haie aus der Umgebung anziehen. Selbst wenn der Fang bereits mit einer Boje zur Oberfläche geschickt wurde, können Geruchsspuren und die vorherige Aktivität fortbestehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Hai den Menschen als Beute betrachtet. Die Tiere können sich für den Fang interessieren, auf Konkurrenz reagieren oder die Situation untersuchen.
Die Begegnung erinnert an einen anderen dokumentierten Fall, bei dem ein Speerfischer vor Réunion zwei Annäherungen eines Bullenhais abwehrte und unverletzt blieb. In beiden Fällen half die Harpune als Barriere. Die Abläufe lassen sich dennoch nicht direkt vergleichen, weil Ort, Artbestimmung, Sichtweite und Verhalten der Tiere unterschiedlich waren.
Ruhe bewahren und Tiere im Blick behalten
Piendaks Video zeigt, wie schwierig eine solche Situation während eines vorgeschriebenen Aufstiegsstopps werden kann. Er blieb orientiert, behielt die Tiere so gut wie möglich im Blick und hielt einen festen Gegenstand zwischen sich und die Haie. Gleichzeitig war Hilfe an der Oberfläche erreichbar.
Aus einem einzelnen Video lässt sich keine allgemeingültige Verhaltensregel ableiten. Der belegte Ausgang ist jedoch eindeutig: Drei Haie näherten sich dem Speerfischer, Piendak wehrte die Tiere ab, das Boot nahm ihn auf und niemand wurde verletzt.

