Am Norton Point auf Martha’s Vineyard ist am 31. August 2026 eine Frau Ende zwanzig mit Verletzungen am Unterschenkel aus dem Wasser gerettet worden. Die Einsatzkräfte wurden gegen 13:40 Uhr an den Strand bei Edgartown gerufen. Die Verletzungen waren nach Angaben der Stadt nicht lebensbedrohlich.
Die MV Times berichtete zunächst über Funksprüche der Rettungskräfte und einen Badegast, dem zufolge die Frau im flachen Wasser von etwas gebissen worden sei. Eine spätere Mitteilung der Stadt Edgartown ordnete die Wunden als vereinbar mit dem Biss eines Meerestiers und einem möglichen Hai-Biss ein.
Kein Hai beobachtet oder bestätigt
Weder ein Hai noch ein anderes Meerestier wurde im direkten Zusammenhang mit dem Vorfall gesehen oder bestätigt. Damit ist derzeit weder belegt, welches Tier die Verletzungen verursacht hat, noch ob tatsächlich ein Hai beteiligt war. Auch Art und Größe eines möglichen Hais bleiben vollständig offen.
Die Einordnung als möglicher Hai-Biss beruht bislang auf dem Erscheinungsbild der Verletzungen, nicht auf einer Sichtung oder einer veröffentlichten forensischen Untersuchung. Der Fall wird auf Haitauchen deshalb als fraglicher Angriff geführt. Die Kategorie Haiangriffe dokumentiert den Verdachtsfall, stellt aber keine Bestätigung des verursachenden Tieres dar.
Rettung am Strand und vorsorgliche Sperrung
Edgartown Fire und EMS sowie Ranger des Parks Department versorgten die Frau am Strand. Anschließend wurde sie zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach dem letzten veröffentlichten Stand verlor sie keine Gliedmaßen. Weitere medizinische Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben.
CBS News Boston veröffentlichte die Erklärung des Stadtverwalters James Hagerty. Demnach wurde das Baden am South Beach für mehrere Stunden ausgesetzt, während Beschäftigte der Stadt die Bedingungen prüften. Polizei und Rettungskräfte sperrten zeitweise auch die Zufahrt zum Norton Point.
Ranger warnten Strandbesucher vor gemeldeten Haisichtungen, und Flugzeuge suchten das Wasser ab. Diese Vorsichtsmaßnahmen belegen jedoch nicht, dass ein Hai am konkreten Verletzungsgeschehen beteiligt war. Eine veröffentlichte Bestätigung einer passenden Sichtung liegt bislang nicht vor.

