Hai greift Va’a-Paddler vor Nouméa an – 38-Jähriger schwer verletzt

Ein Hai brachte am 15. April 2026 vor der Côte Blanche das Va’a von Lywaï Manate zum Kentern und biss den 38-Jährigen mehrfach. Seine Teamkameraden retteten ihn; die Haiart ist weiterhin nicht bestätigt.

Sharky22. August 2026
Der bei einem Haiangriff beschädigte weiße und hellblaue Ausleger des Va'a von Lywaï Manate
Der beschädigte Ausleger des Va'a von Lywaï Manate. Standbild aus einem Video von Shark Island TV / YouTube; zugeschnitten.

Vor der Côte Blanche in Nouméa ist der 38-jährige Va’a-Paddler Lywaï Manate am Abend des 15. April 2026 von einem Hai schwer verletzt worden. Das Tier brachte sein Auslegerkanu zum Kentern und biss ihn mehrfach. Teamkameraden zogen ihn aus dem Wasser und brachten ihn zurück an Land.

Nach Angaben von Les Nouvelles Calédoniennes ging der Notruf gegen 19 Uhr ein; andere Berichte nennen etwa 18:40 Uhr. Manate befand sich beim Training mit seinem Club Tuhaa Pae va’a in Küstennähe. Feuerwehr und SMUR versorgten ihn, bevor er in das Médipôle eingeliefert wurde. Sein Zustand war ernst, sein Leben nach den ersten Mitteilungen aber nicht in Gefahr.

Der Hai rammte das Va’a mehrfach

Manate schilderte in einem veröffentlichten Video von Nouvelle-Calédonie la 1ère, der Hai habe das Va’a dreimal gerammt. Dabei sei der Ausleger beschädigt worden, und er sei ins Wasser gefallen. Die Schilderung stammt vom Verletzten selbst; eine vollständige behördliche Rekonstruktion wurde in den verfügbaren Quellen nicht veröffentlicht.

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Im Wasser wurde Manate nach eigener Darstellung am hinteren Körperbereich gebissen. Als das Tier erneut herankam, habe er dessen Kiefer gepackt und einen Finger in ein Auge gedrückt. Frühere Meldungen nannten mehrere Bissverletzungen am unteren Rücken und an einer Hand.

Seine Teamkameraden leisteten unmittelbar Hilfe. Radio Rythme Bleu berichtete, dass sie ihn zur Côte Blanche zurückbrachten. Im Krankenhaus stabilisierte sich sein Zustand. Genauere medizinische Angaben zum weiteren Verlauf wurden nicht öffentlich bestätigt.

Die Haiart ist nicht bestätigt

In den ersten Stunden wurde ein Bullenhai als mögliche Art genannt. Les Nouvelles Calédoniennes stellte am folgenden Morgen jedoch ausdrücklich fest, dass die Art unbekannt war. Von beschädigten Teilen des Va’a sollen DNA-Proben genommen worden sein; ein öffentlich dokumentiertes Ergebnis dieser Untersuchung ließ sich nicht finden.

Der Beitrag erhält deshalb keine Beziehung zu einer bestimmten Haiart. Auch die Entfernungsangaben bleiben Näherungswerte: Die frühen Berichte verorten den Angriff etwa 100 bis 200 Meter vor der Slipanlage. Die Karte markiert die Mise à l’eau de la Côte Blanche und nicht den exakten Punkt im Wasser.

Nouméa sperrte Küstenabschnitte und startete eine Fangkampagne

Nach dem Angriff untersagte die Stadt Baden und Wassersport in einem 300 Meter breiten Küstenstreifen. Die Sperre umfasste auch die Inseln Île aux Canards und Îlot Maître; ausgenommen blieben ausgewiesene gesicherte Badebereiche. Die Behörden begründeten die Maßnahme mit dem unmittelbaren Sicherheitsrisiko nach dem schweren Zwischenfall.

Vom 17. bis 20. April ließen Provinz und Stadt sechs große Haie fangen und töten: fünf Tigerhaie und einen Bullenhai. Der Angriff und diese zweite Kampagne innerhalb weniger Wochen wurden später zu einem zentralen Hintergrund der formellen Anhörungen zur Koexistenz von Menschen und Haien in Neukaledonien.

Ein unprovozierter, nicht tödlicher Angriff

Für die Angriffsdaten wird der Vorfall als unprovoziert und nicht tödlich geführt. Manate trainierte mit einem Va’a und fischte oder fütterte nicht. Dass er den Hai im Wasser abwehrte, war eine Reaktion auf den bereits laufenden Angriff und macht den vorausgegangenen Kontakt nicht provoziert.

Dem Angriff waren im selben Jahr der Biss auf einen Gerätetaucher vor Bourail und der tödliche Angriff auf einen Wingfoiler vor Nouméa vorausgegangen. Der Fall ereignete sich in einem stark genutzten urbanen Küstengebiet am Pazifischen Ozean. Er belegt einen schweren Einzelvorfall, aber für sich genommen weder einen Bestandsanstieg bei großen Haien noch die Wirksamkeit der anschließenden Tötungskampagne. Diese Fragen benötigen getrennte Daten und eine transparente Bewertung.

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