Öffnet in einem neuen Tab

DESCARSEL: Spanien untersucht Hai-Beifang und selektivere Schleppnetze

Die Forschungskampagne DESCARSEL untersucht vor Nordwestspanien selektivere Schleppnetze und das Überleben zurückgeworfener Haie und Rochen.

Ronny K17. September 2026
Das blau-weiße Forschungsschiff Miguel Oliver auf See
Foto: Ministerio de Agricultura, Pesca y Alimentación (MAPA)

Die spanische Forschungskampagne DESCARSEL soll helfen, unerwünschte Fänge zu reduzieren. Wie das Landwirtschafts- und Fischereiministerium mitteilt, startete das Forschungsschiff Miguel Oliver am 17. September 2026 in Vigo. Gemeinsam mit dem Instituto Español de Oceanografía untersucht das Ministerium auch Haie und Rochen, die gewöhnlich als Rückwurf ins Meer gelangen.

Wie verhalten sich die Tiere im Netz?

Elf Tage lang arbeitet das Team vor Westgalicien und im westlichen Kantabrischen Meer, von der Küste bis in 500 Meter Tiefe. Es erfasst das Verhalten der Tiere in Fangnetzen und untersucht ihr Überleben. Erprobt werden unterschiedliche Netzkonfigurationen, pelagische Scherbretter und neue Schleppsysteme.

Unterwasserkameras und automatische Erkennung

Unterwasserkameras sollen zeigen, wie Fanggeräte und Tiere zusammenwirken. Schiffssensoren erfassen die Abläufe. Der elektronische Beobachter IObserver identifiziert und charakterisiert Arten mithilfe künstlicher Intelligenz. Daneben werden Vorrichtungen gegen unbeabsichtigte Fänge von Walen und Delfinen getestet.

Forschungsstart, noch kein Wirksamkeitsnachweis

Die Ankündigung nennt weder einzelne Haiarten noch Überlebensraten. Ob die getesteten Änderungen Beifänge tatsächlich verringern, muss die Auswertung zeigen. Die Ergebnisse sollen dem wissenschaftlichen Fischereiausschuss STECF und der Europäischen Kommission als Grundlage für Managemententscheidungen vorgelegt werden.

Quellen

Newsletter

Shark alert in your inbox

Hai-Alarm im Postfach

Echte News statt Mythen!
- Alle 14 Tage neu -