Georgia: 13-jähriger Teenager beim Enthaken eines Hais gebissen

Nahe Ossabaw Island wurde ein Teenager beim Angeln von einem gefangenen Hai in den rechten Oberschenkel gebissen. Der Fall zeigt, warum Catch and Release bei Haien keine harmlose Routine ist.

Sharky1. Juli 2026
Beim Bullenhai wird der Haken im Maul entfernt

Ein Teenager ist am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, nahe Ossabaw Island an der Küste des US-Bundesstaats Georgia von einem Hai gebissen worden. Nach den bisherigen Angaben handelt es sich nicht um einen klassischen Bade- oder Tauchunfall, sondern um einen Vorfall beim Angeln.

Laut WTOC reagierten Watchstander der U.S. Coast Guard Charleston gegen 16:06 Uhr auf die Meldung eines Hai-Bisses. Sie koordinierten sich mit der Liberty County Emergency Agency, damit das Boot am Sunbury Crab Docks empfangen werden konnte.

Biss beim Lösen des Hakens

Die entscheidende Einordnung steckt in der Schilderung der Ersthelferin Terry Tatum. Sie saß auf ihrem Boot am Dock, als ein anderes Boot anlegte und der Vater des verletzten Jugendlichen um Hilfe lief. An Bord seien drei Teenager gewesen, dazu eine deutlich erkennbare Notlage.

Nach Tatums Angaben hatten die Jugendlichen beim Fischen einen großen Hai gefangen, etwa fünf bis sechs Fuß lang. Beim Versuch, den Haken zu lösen, habe der Hai in den rechten Oberschenkel des Jugendlichen gebissen. Tatum holte einen Erste-Hilfe-Kasten und half, bis weitere Hilfe eintraf.

Weiter oben am Dock hörte die McIntosh-County-EMS-Freiwillige BJ Comer den Tumult. Sie lief zu ihrem Auto, um ihre Notfalltasche zu holen, und rechnete laut WTOC zunächst damit, dass möglicherweise ein Tourniquet nötig sein könnte. Als sie mit einem Kollegen zurückkam, traf bereits ein Rettungswagen ein.

Warum das kein normaler Schwimmvorfall ist

Für die Einordnung dieser Meldung ist dieser Unterschied wichtig: Der Hai war bereits gefangen und wurde direkt gehandhabt. Solche Fälle gelten nicht als zufällige Begegnung im Freiwasser, sondern als provozierter Kontakt im Angelkontext. Das schmälert die Verletzung nicht, erklärt aber, warum der Fall anders bewertet werden muss als ein Biss beim Schwimmen.

Der Fall passt damit genau zu dem Problem, das im Haitauchen-Artikel Haie am Haken: Die Schattenseiten von Catch and Release beschrieben wird: Ein gefangener Hai steht unter Stress, bewegt sich unvorhersehbar und kann beim Enthaken sowohl sich selbst als auch Menschen verletzen.

Art und Zustand nicht veröffentlicht

Die Haiart wurde im WTOC-Bericht nicht genannt. Auch die genaue medizinische Lage des Jugendlichen war zunächst nicht bekannt. Die U.S. Coast Guard bestätigte laut dem Bericht, dass der Verletzte in ein örtliches Krankenhaus gebracht wurde; Identität und Zustand waren am Mittwochabend nicht öffentlich.

Gerade deshalb sollte aus der Größenangabe keine Artbestimmung konstruiert werden. An der Küste Georgias können mehrere mittelgroße bis große Haiarten vorkommen. Ohne Foto, Fachbestätigung oder Behördenangabe bleibt die saubere Formulierung: unbekannte Haiart.

Sunbury als Übergabepunkt

Der Fangort wurde nur als Nähe Ossabaw Island beschrieben, während die Übergabe an Land am Sunbury Crab Docks erfolgte. Die Karte dieses Artikels orientiert sich deshalb am offiziellen Georgia-DNR-Eintrag zum Sunbury Boat Ramp und nicht an einer exakten Bisskoordinate auf dem Wasser.

Das ist für spätere Aktualisierungen relevant: Falls Behörden oder die Coast Guard den genauen Ort, die Art oder den Zustand des Jugendlichen nachreichen, sollten diese Angaben ergänzt werden. Bis dahin bleibt die belastbare Version ein nicht tödlicher, provozierter Angelkontakt nahe Ossabaw Island.

Quellen

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