Kroatien hat offiziell die Sport- und Freizeitfischerei auf alle Haie und Rochen (Elasmobranchii) in seinen Gewässern, der Adria, untersagt. Diese Maßnahme stellt einen bedeutenden Meilenstein für den Artenschutz in der Adria und im gesamten Mittelmeerraum dar.
Die neue Regelung ist in der kroatischen Verordnung über die Sport- und Freizeitfischerei im Meer enthalten, die am 8. Mai 2026 im Amtsblatt der Republik Kroatien veröffentlicht wurde. Sie legt fest, dass die „Maximale Anzahl der zu fangenden und zu behaltenden Individuen: 0 Individuen“ für Haie und Rochen beträgt.
Hintergrund der Entscheidung
Der Vorschlag für dieses umfassende Verbot wurde ursprünglich von Professor Alen Soldo von der Universität Split initiiert, einem Partner des LIFE European Sharks Projekts. Die Initiative erhielt zudem starke Unterstützung vom kroatischen Verband für Sport- und Freizeitfischerei.
Die Vorschrift betrifft sowohl die einheimische Bevölkerung als auch die zahlreichen Touristen, die in kroatischen Gewässern fischen. Sollten Haie oder Rochen versehentlich gefangen werden, müssen sie sicher und fachgerecht freigelassen werden, um eine hohe Überlebensrate zu gewährleisten.
Mehr als die Hälfte der Haie und Rochen im Mittelmeer sind vom Aussterben bedroht. Die Freizeitfischerei kann durch unabsichtliche Beifänge erhebliche kumulative Auswirkungen auf die Populationen haben, was die Notwendigkeit solcher Schutzmaßnahmen unterstreicht.

