Eine Begegnung, die alles veränderte
Was als entspannter Ausflug mit dem Paddleboard vor Big Pine Key in Florida begann, entwickelte sich für Charity Clark und ihre Freundin Cassie Bailey zu einer dramatischen Rettungsaktion. Bei Sonnenuntergang paddelten die beiden Frauen zwischen Haien, als ihnen etwas Ungewöhnliches auffiel: Eine Boje bewegte sich seltsam. Beim genaueren Hinsehen entdeckten sie einen Hai, der leblos mit dem Bauch nach oben im Wasser trieb – komplett verheddert in einer Angelschnur.
„Ich habe die Leine sofort gepackt, um den Hai hochzuziehen und zu sehen, ob noch Hoffnung besteht“, erzählt Clark später auf TikTok. Während ihre Freundin das Geschehen filmte, machte sich Clark daran, mit bloßen Händen die Schnur zu lösen, die sich vom Maul über die Rückenflosse bis hin zu den Flossen des Tiers gewickelt hatte.
@dashofadventure Last night at sunset, we found something we never expected—a shark 🦈 , tangled and lifeless, trapped upside down from a trap line. If we hadn’t been there at that exact moment, this shark wouldn’t have made it. We worked quickly and carefully to free him, hoping he still had a chance. After what felt like forever, he finally kicked back to life and swam off, back where he belongs! 🥹 We aren’t exactly sure what kind of shark this is—so if you know, drop it in the comments! Most importantly, fishermen, please be responsible with your lines. Negligence like this is deadly. Our oceans and marine life deserve better. Let’s do better! 🦈🌊🫶🏻 #SharkRescue #SaveOurOceans #MarineConservation #ResponsibleFishing #floridakeyswildlife #savethesharks #rocpaddleboards @ROC OUTDOORS @Cassie Bailey ♬ original sound – Char
Hoffnung trotz Stillstand
Der Hai lag regungslos im Wasser, seine Chancen standen schlecht. Trotzdem gab Clark nicht auf – auch wenn sie wusste, dass ein plötzlicher Biss alles ändern könnte. „Er hing wirklich fest an diesem Seil“, sagte sie später. Die Leine stammte vermutlich von einer nicht ordnungsgemäß gesicherten Hummer- oder Krebsfalle – ein mahnendes Beispiel menschlicher Nachlässigkeit im Ozean.
Während Clark vorsichtig Knoten für Knoten löste, schlug das Herz der beiden Frauen im Takt der Spannung. Schließlich war es so weit: Der Hai bewegte sich, rang sich frei – und schwamm davon. „Wir haben vor Freude geschrien“, erinnert sich Clark.
Instinkt und Mitgefühl
In einem späteren Interview erklärte die 43-Jährige: „Es war einfach Instinkt. Ich habe nicht nachgedacht – ich habe einfach gehandelt.“ Der Anblick eines in Not geratenen Tieres reichte aus, um sie zum Handeln zu bewegen. Als sich der Hai schließlich aus seinem tonischen Zustand – einer Art Trance, in der Haie bei Stress erstarren – löste, war die Erleichterung riesig.
Das Video der Rettung wurde auf Clarks TikTok-Kanal (@dashofadventure) über 184.000 Mal angesehen und tausendfach geliked. Die genaue Haiart konnte sie zwar nicht bestimmen, doch laut Kommentaren handelte es sich vermutlich um einen Schwarzspitzen-Riffhai. „Du hast ihm mit dem Entwirren geholfen, wieder Sauerstoff aufzunehmen – danke, dass du ihn gerettet hast“, schrieb ein User.
Clark und ihre Freundin setzen mit ihrer Aktion ein wichtiges Zeichen: Für Mitgefühl, Mut – und die Dringlichkeit, unsere Meere verantwortungsvoller zu behandeln.





