Pakistan hat am 8. September 2026 einen nationalen Aktionsplan für Haie und andere Knorpelfische angekündigt. Laut der offiziellen Mitteilung soll er bis 2035 Bestände stärken, tödlichen Beifang verringern und wichtige Lebensräume schützen. Federführend ist das Marine Fisheries Department; ein nationaler Beirat soll die Umsetzung begleiten.
Fangkontrollen und Schutz von Lebensräumen
Vorgesehen sind bessere Fangdaten, Forschung, artspezifische Schutzmaßnahmen und Regeln, nach denen die Flossen am Haikörper verbleiben müssen. Auch Hai-Schutzgebiete, Mangrovenrenaturierung und Unterstützung für Küstengemeinden gehören zum angekündigten Rahmen. Er umfasst neben Haien auch Rochen und Chimären.
Finanzierung und Zeitplan bleiben entscheidend
Für die ersten fünf Jahre nennt die Regierung einen Bedarf von 3,8 bis 5 Millionen US-Dollar. Mittel sollen vom Staat, internationalen Gebern und privaten Akteuren kommen. Eine vollständig gesicherte Finanzierung belegt die Mitteilung nicht.
Der Plan trägt die Bezeichnung „NPOA-Sharks Pakistan 2025–2035“, obwohl die Bekanntgabe im September 2026 erfolgt. Die Mitteilung spricht von drei Umsetzungsphasen, erklärt aber diesen zeitlichen Unterschied nicht. Fortschritte sollen jährlich bewertet und alle drei Jahre umfassend überprüft werden.
Ankündigung ist noch kein Schutzerfolg
Aus der Bekanntgabe lässt sich nicht ableiten, dass sämtliche Maßnahmen bereits gelten oder neue Schutzgebiete schon eingerichtet sind. Entscheidend wird sein, welche Schritte tatsächlich finanziert, umgesetzt und kontrolliert werden.

