Papua-Neuguinea hat Pläne zur Schaffung eines „No-Take“-Meeresschutzgebiets im Bismarckmeer bekannt gegeben. Das Schutzgebiet in der Region Western Manus wird eine Fläche von 200.000 Quadratkilometern umfassen, was der Größe des Vereinigten Königreichs entspricht. Es ist das größte Schutzgebiet in der Geschichte des Landes und Teil des neuen „Melanesian Ocean Corridor of Reserves“ (MOCOR).
Schutz für Haie im Bismarckmeer
Eine Expedition der National Geographic Pristine Seas im Jahr 2024 deckte blühende Korallensysteme auf, stieß aber auch auf deutliche Warnzeichen. „Geringe Haibestände sind ein Indikator für Überfischungsdruck“, resümierten die Wissenschaftler der Pristine Seas Expedition. Um die genauen Grenzen des MPA festzulegen, verfolgten Forscher gefährdete Graue Riffhaie, die zwischen Flachwasser- und Tiefseehabitaten wanderten.
Das neu eingerichtete Heiligtum soll unter anderem Bogenstirn-Hammerhaie und Seidenhaie beherbergen und schützen. Durch das vollständige Verbot jeglicher Fischerei in diesem Gebiet wird erwartet, dass sich die Fischbestände erholen, was einen sogenannten „Spillover-Effekt“ für umliegende Gewässer ermöglichen könnte.



