Dieser Artikel erschien am 18. September 2026 und wurde am 6. Oktober 2026 aktualisiert.
Am Sorrento Beach im Norden von Perth ist am Freitag, dem 18. September 2026, ein Schwimmer durch einen Haiangriff ums Leben gekommen. Die Polizei bestätigte den Tod des Mannes gegenüber ABC News. Einzelheiten zu seiner Identität und den Verletzungen wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Meldung gegen 10:15 Uhr Ortszeit
Die westaustralische Fischereibehörde DPIRD teilte über SharkSmart mit, dass gegen 10:15 Uhr eine Meldung über einen möglichen Hai-Vorfall mit einem Schwimmer eingegangen sei. Diese Zeit bezeichnet den Eingang der Meldung, nicht einen auf die Minute gesicherten Zeitpunkt des Angriffs.
Die Behörden koordinierten den Einsatz mit der Polizei und den örtlichen Stellen. Wasserpolizei und ein DPIRD-Patrouillenboot waren auf dem Meer unterwegs; ein Rettungshubschrauber von Surf Life Saving WA überwachte das Gebiet aus der Luft.
Strände von Marmion bis Iluka geschlossen
Die Stadt Joondalup sperrte sämtliche Strände zwischen dem Strandnotfallschild J210 bei Marmion im Süden und J37 bei Iluka im Norden. Nach der Mitteilung vom 18. September sollte die Sperrung zunächst bis Samstag, 19. September, um 12 Uhr Ortszeit gelten. Danach war eine erneute Bewertung vorgesehen.
Mitarbeiter der Stadt informierten Besucher vor Ort über die Schließungen. DPIRD verwies für den jeweils aktuellen Stand auf die Warnmeldungen von SharkSmart und die SharkSmart-WA-App.
Was die erste Behördenmeldung offenließ
Die erste Behördenmeldung vom 18. September nannte weder Haiart noch Länge des Tiers. Die spätere Zuordnung zu einem Weißen Hai und die Angaben der Ministerin zur Identifizierung sind im Update unten ergänzt. Eine belastbare Längenangabe liegt weiterhin nicht vor.
Bereits am 14. September war ein Surfer am Glenfield Beach bei Geraldton schwer verletzt worden. Dabei handelt es sich um einen eigenen Vorfall an einem anderen Küstenabschnitt.
Update vom 19. September 2026
Das Opfer wurde inzwischen als Greg O’Neill, 63, identifiziert. Wie ABC News am 19. September berichtet, genehmigte Fischereiministerin Jackie Jarvis den gezielten Fang und die Tötung des beteiligten Weißen Hais. Laut Jarvis hatte die Wasserpolizei das Tier nach dem Angriff identifiziert, bevor es davonschwamm.
Als Gründe nannte Jarvis die besonderen Umstände, die angenommene Gefahr und die mögliche Sicherung gerichtsmedizinischer Beweise. Eine allgemeine Tötung Weißer Haie lehnte sie ab. Fanggerät war am Freitag eingesetzt worden; am Samstag verhinderten ungünstiges Wetter und raues Wasser den erneuten Einsatz. Zugleich kündigte sie eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen an, darunter mehr Drohnen und eine mögliche Ausweitung der Markierung.
Nach dem Update von SharkSmart vom 19. September um 12 Uhr blieben die Strände zwischen Marmion und Iluka geschlossen. Die nächste Prüfung wurde für Sonntag, 20. September, um 12 Uhr Ortszeit angekündigt. Eine bestätigte Gefangennahme oder Tötung des Hais geht aus den herangezogenen Meldungen nicht hervor.
Update vom 6. Oktober 2026
Die nach dem tödlichen Angriff angekündigte Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen hat zu einem zusätzlichen Finanzierungspaket geführt. Laut der Regierungsmitteilung vom 6. Oktober stellt Westaustralien weitere fünf Millionen australische Dollar für die Verringerung des Hai-Risikos bereit. Damit steigt das Budget für 2026/27 auf zwölf Millionen AUD.
Davon erhält Surf Life Saving Western Australia 2,3 Millionen AUD für zusätzliche Hubschrauberpatrouillen. Weitere 1,2 Millionen sind für Strand- und Drohnenpatrouillen an stark besuchten Stränden vorgesehen. Mit 800.000 AUD soll die Fischereibehörde ihre Markierungsbemühungen verdoppeln; 500.000 AUD finanzieren zehn neue Empfänger im Shark Monitoring Network. Weitere 200.000 AUD dienen der Prüfung alternativer Drohnentechnik und Einsatzmodelle.
Markierte Haie können beim Passieren der Empfänger Warnmeldungen über SharkSmart auslösen. Die zusätzlichen Mittel sollen die vorhandenen Maßnahmen ergänzen; sie belegen noch keine gemessene Verringerung der Angriffsgefahr. Das neue Paket enthält keine Bestätigung, dass der am Sorrento-Angriff beteiligte Hai gefangen oder getötet wurde.

