Toter Walhai vor Misamis Oriental: Tiefe Wunde, Ursache unklar

Ein etwa 4,9 Meter langer Walhai wurde vor Bolisong auf den Philippinen tot gefunden. Am Kopf lag eine tiefe Wunde; die Todesursache ist noch nicht geklärt.

Sharky1. September 2026
Toter Walhai (Rhincodon typus) im flachen Küstenwasser vor Bolisong
Ein toter Walhai im flachen Küstenwasser vor Bolisong. Bild: DENR Northern Mindanao / Facebook · r10.denr.gov.ph.

Ein rund 16 Fuß beziehungsweise etwa 4,9 Meter langer Walhai wurde am 29. August 2026 tot im flachen Küstenwasser von Barangay Bolisong in Kinoguitan gefunden. NewsLine Philippines veröffentlichte den Bericht am 31. August. Auf den Philippinen wird der Walhai örtlich auch „Taluki“ genannt.

Anwohner meldeten das Tier nach Angaben der Behörden. Das Department of Environment and Natural Resources in Northern Mindanao (DENR-10) entsandte daraufhin gemeinsam mit dem Community Environment and Natural Resources Office in Gingoog City, der philippinischen Küstenwache und der Gemeinde Kinoguitan Personal an den Fundort.

Tiefe Wunde am Kopf – aber noch keine Todesursache

Die erste Untersuchung dokumentierte nahe am Kopf eine ungefähr sieben Zoll, also knapp 18 Zentimeter, tiefe Wunde. Auch die Daily Tribune berichtet unter Berufung auf DENR Region X über diesen Befund. Welche Verletzung genau vorlag und ob sie zum Tod des Tieres führte, ist bislang jedoch nicht festgestellt.

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Aus dem Foto und der Lage der Wunde lässt sich weder eine Kollision mit einem Boot noch eine Verletzung durch Fischereigerät oder eine andere Ursache ableiten. Eine solche Zuordnung wäre erst nach einer fachlichen Untersuchung zulässig. Die beteiligten Stellen bezeichneten die Todesursache ausdrücklich als Gegenstand weiterer Prüfung.

BFAR empfiehlt rasche Bestattung des Kadavers

DENR koordinierte den Fall mit dem Bureau of Fisheries and Aquatic Resources (BFAR), das für Fischerei- und Wasserressourcen zuständig ist. Nach der Begutachtung empfahl BFAR, den Kadaver möglichst schnell zu bestatten. Damit sollten weitere Zersetzung sowie hygienische und ökologische Probleme im seichten Strandbereich vermieden werden.

Die Gemeinde Kinoguitan und die beteiligten Behörden sollten die ordnungsgemäße Bergung und Bestattung organisieren. DENR rief Küstengemeinden zugleich dazu auf, gestrandete, verletzte oder in Not geratene Meerestiere schnell zu melden, damit Fachstellen den Zustand prüfen und geeignete Maßnahmen einleiten können.

Warum der Befund vorsichtig eingeordnet werden muss

Der Walhai (Rhincodon typus) ist der größte lebende Fisch und weltweit gefährdet. Zu den bekannten Risiken für die Art gehören Beifang, gezielte Fischerei und Zusammenstöße mit Schiffen. Diese allgemeinen Gefährdungen erklären den konkreten Fund vor Bolisong aber nicht automatisch.

Offen bleibt vor allem, ob BFAR oder DENR noch eine genauere Untersuchung veröffentlichen. Erst ein behördlicher Befund könnte klären, ob die sichtbare Wunde vor oder nach dem Tod entstand und welche Rolle sie beim Tod des Walhais spielte.

Erwähnte Arten

Walhai rhincodon typus

Walhai

Quellen

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