Der neuseeländische Fischer und Social-Media-Creator Henry Gibbs erholt sich nach einem schweren Hai-Biss auf Fidschi im Krankenhaus. Der Vorfall ereignete sich nach seinen Angaben bei seinem ersten Tauchgang im Inselstaat, während er zum Speerfischen im Wasser war.
SURFER berichtete am 24. Juli 2026 über die Verletzungen. Fotos aus dem Krankenhaus zeigen eine schwere Wunde an der rechten Wade. Gibbs erklärte, dass vier Operationen und eine Hauttransplantation nötig waren. Er könne seinen Fuß weiterhin vollständig benutzen und gehe von einer vollständigen Genesung aus.
Haiart und genauer Ort bleiben unbekannt
Weder die genaue Stelle auf Fidschi noch das Datum des Bisses wurden in dem Bericht genannt. Auch die Haiart ist nicht bestätigt. Im Umfeld des Vorfalls wurde über einen Bullenhai oder einen Weißspitzenhai spekuliert, doch dafür liegen bislang keine belastbaren Belege vor. Deshalb wird der Fall hier mit unbekannter Haiart und ohne Artenzuordnung geführt.
Zeugen vermuteten laut Bericht, dass Blut vom Speerfischen das Tier angelockt haben könnte. Ob der Biss fachlich als provozierter oder unprovozierter Vorfall einzuordnen ist, lässt sich mit den veröffentlichten Informationen nicht sicher entscheiden. Der Angriffsstatus bleibt daher vorläufig fraglich.
Gibbs macht dem Hai keinen Vorwurf
Trotz der schweren Verletzung äußerte Gibbs keinen Groll gegen das Tier. Er habe in dessen Lebensraum nach dessen Nahrung gejagt und sei zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Nach eigener Aussage sei er dankbar, sein Bein behalten zu haben, und habe durch das Erlebnis eine größere Wertschätzung für das Leben gewonnen.
Gibbs kündigte außerdem an, später Aufnahmen des Vorfalls zu veröffentlichen. Sie sollen anderen Menschen helfen, sich auf eine vergleichbare Stresssituation im Wasser vorzubereiten. Bis solches Material und weitere verlässliche Angaben vorliegen, sollten Spekulationen über Ablauf und beteiligte Haiart vermieden werden.
Speerfischen verändert die Situation im Wasser
Beim Speerfischen können verletzte Fische, Blut, hektische Bewegungen und ein sichtbarer Fang die Aufmerksamkeit von Haien wecken. Das bedeutet nicht, dass jede Hai-Begegnung automatisch gefährlich wird. Es erhöht aber die Bedeutung eines klaren Ablaufs und eines frühzeitigen Rückzugs, wenn Haie Interesse am Fang zeigen.
Gefangene Fische sollten möglichst körperfern gesichert werden. Taucher sollten ihre Umgebung beobachten, nicht allein jagen und den Tauchgang beenden, sobald ein Hai wiederholt nahekommt oder versucht, den Fang zu übernehmen. Ein Fisch ist niemals wichtiger als ein sicherer Ausstieg.
Was aus dem Fall sicher bekannt ist
Gesichert ist: Henry Gibbs wurde beim Speerfischen auf Fidschi nicht tödlich an der rechten Wade verletzt, musste mehrfach operiert werden und befand sich zum Zeitpunkt des Berichts auf dem Weg der Besserung. Unbekannt bleiben das genaue Datum, der konkrete Ort und die Haiart. Diese offenen Punkte werden erst ergänzt, wenn sie durch Gibbs, Behörden oder belastbare weitere Quellen bestätigt sind.

