Vor Livorno in Italien ist einem Sportangler unbeabsichtigt ein großer Kurzflossen-Mako (Isurus oxyrinchus) an den Haken gegangen. Wie ANSA am 27. September 2026 berichtet, wollte Marco Volpi bei den Secche della Meloria eigentlich Bernsteinmakrelen fangen. Nach rund 50 Minuten an der Leine befreite sich der Hai, indem er das Vorfach durchtrennte.
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Mehr InformationenKurzflossen-Mako vor Livorno. Standbild aus dem Facebook-Video von Marco Volpi Official.
Größe und Gewicht sind Schätzungen des Anglers
Volpi beschrieb das Tier als Weibchen und schätzte seine Länge auf 2,30 bis 2,50 Meter sowie sein Gewicht auf etwa 120 Kilogramm. Eine Vermessung oder unabhängig bestätigte Geschlechtsbestimmung liegt in den Berichten nicht vor. Während des Drills sei der Hai dreimal aus dem Wasser gesprungen.
Als Fanggebiet nannte Volpi einen Bereich südlich der Meloria bei etwa 22 Metern Wassertiefe. Die Presseberichte nennen unterschiedliche Entfernungen zum Hafen beziehungsweise zur Küste. Eine genaue Position lässt sich daraus nicht verlässlich ableiten.
Der Haken blieb beim Losreißen zurück
Nach dem ausführlicheren Bericht von Il Tirreno bereitete Volpi gerade ein Messer vor, um das Vorfach nahe am Maul zu kappen. Dann habe der Hai mit dem Schwanz gegen das Boot geschlagen und die Verbindung zerrissen. Das Tier schwamm demnach mit dem Haken davon. Verletzungen des Anglers werden nicht berichtet.
Der Bootsberührung ging das unbeabsichtigte Haken und Heranholen des Hais voraus. Der geschilderte Ablauf ist damit ein Vorfall beim Fischfang; er belegt keinen unprovozierten Angriff auf einen Menschen im Wasser.
Volpi erklärte, der zurückgebliebene Haken werde sich abbauen. Ob und wann das geschieht und ob der Hai Folgen des Fangs davonträgt, ist durch die Berichte nicht belegt. Das Wegschwimmen allein erlaubt keine Aussage über seinen längerfristigen Zustand.
Was sich aus der Begegnung ableiten lässt
Vermutungen über Meerestemperaturen oder veränderte Nahrungsvorkommen liefern keine nachgewiesene Erklärung für diese einzelne Begegnung. Eine allgemeine Zunahme solcher Vorfälle lässt sich daraus nicht ableiten.


