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Seltener Engelhai vor der Toskana fotografiert

Bei den Formiche di Grosseto wurde ein Gemeiner Engelhai fotografiert. ARPAT berichtet von der ersten bekannten Meldung in der Toskana seit etwa 70 Jahren.

Ronny K17. Oktober 2026
Gemeiner Engelhai vor Lanzarote; Symbolfoto, nicht das vor der Toskana beobachtete Tier.
Gemeiner Engelhai vor Lanzarote; Symbolfoto, nicht das vor der Toskana beobachtete Tier. greenacre8 / Wikimedia Commons, CC BY 2.0. Farbanpassung durch Togabi; auf 2:1 zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Ein Taucher hat bei den Formiche di Grosseto einen Gemeinen Engelhai (Squatina squatina) fotografiert. Die toskanische Umweltbehörde ARPAT meldet ein etwa 1,30 Meter langes Tier auf rund 30 Metern Tiefe nahe dem Inselchen Formichino. Die Beobachtung wurde am 19. September 2026 gemeldet.

Das Projekt LIFE European Sharks griff den Hinweis über Facebook auf, prüfte dessen Echtheit und übermittelte die Meldung an ARPAT. Nach den der Behörde verfügbaren Informationen war diese Art seit ungefähr 70 Jahren nicht mehr aus toskanischen Gewässern gemeldet worden.

Ein Nachweis nach langer Meldelücke

Fehlende Meldungen beweisen keine vollständige Abwesenheit der Art. Die einzelne Aufnahme dokumentiert ein Tier; wie groß der Bestand ist oder ob er sich erholt, bleibt offen.

Drei bedrohte Arten im Mittelmeer

Das Angel Shark Conservation Network führt drei Engelhaiarten aus dem östlichen Atlantik und Mittelmeer auf: Squatina squatina, Squatina aculeata und Squatina oculata. Alle drei gelten auf der Roten Liste der IUCN als vom Aussterben bedroht. Ähnliche Körperformen und überlappende Verbreitungsgebiete erschweren die Unterscheidung.

Die toskanische Beobachtung betrifft daher eine andere Art als der Sägerücken-Engelhai vor Sizilien, über den Haitauchen bereits berichtet hat. Dort ging es um Squatina aculeata und die wissenschaftliche Untersuchung eines Beifangs.

Dokumentierte Sichtungen helfen dem Schutz

Das Netzwerk sammelt Beobachtungen in seiner Angel Shark Sightings Map, um Kenntnisse über die Verbreitung zu verbessern. Zu den Problemen der bodennah lebenden Haie zählen Beifang, geschädigte Lebensräume und Störungen durch Menschen. Verlässliche Meldungen sind deshalb mehr als eine seltene Begegnung: Sie ergänzen eine weiterhin lückenhafte Datengrundlage für Schutzmaßnahmen.

ARPAT empfiehlt, Fotos und Videos mit Ort, Datum und Beobachtungsbedingungen zu dokumentieren.

Quellen

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