Dornhai - Squalus acanthias

Körperbau, Merkmale & Anatomie
Erkennungsmerkmale
Der Dornhai Squalus acanthias ist ein schlanker Hundshai mit spitzem Kopf, großen Augen, zwei Rückenflossen und ohne Afterflosse. WoRMS führt die Art in der Familie Squalidae; die beiden unggerillten Stacheln vor den Rückenflossen sind das auffälligste Merkmal und können bei Berührung schmerzhaft sein.
Die Oberseite ist grau bis braun, die Bauchseite hell, und an den Flanken liegen helle Flecken. Weibchen werden meist größer als Männchen; als maximale Länge wird im Fischereikontext meist um 1,6 m genannt, während viele Tiere deutlich kleiner bleiben.
Verbreitung & Lebensraum
Endemit in Nordmolukken
Squalus acanthias lebt in borealen und gemäßigten Meeren fast weltweit, nach heutiger Taxonomie aber nicht im Nordpazifik, wo entsprechende Bestände als Squalus suckleyi geführt werden. FishBase beschreibt die Art als marinen und brackwassertoleranten, wandernden Bewohner von Schelf und oberem Kontinentalhang.

Dornhaie halten sich häufig bodennah auf, können aber auch im Mittelwasser und nahe der Oberfläche erscheinen. Die Tiefenspanne reicht von sehr flach bis fast 2.000 m; typische Beobachtungen und Fänge liegen viel häufiger im Schelfbereich und in kühlen, nährstoffreichen Küstengewässern.
Lebensweise, Ernährung & Fortpflanzung
Nachtaktiver Riffläufer
NOAA Fisheries beschreibt Dornhaie als langsam wachsende Haie, die spät geschlechtsreif werden, lange leben und in großen Schulen ziehen können. Kleinere Tiere fressen vor allem Krebstiere und andere Wirbellose, größere auch Quallen, Tintenfische und Schwarmfische.
Die Fortpflanzung ist für Haie außergewöhnlich langsam. Die Jungtiere entwickeln sich im Körper der Mutter, die Tragezeit liegt etwa bei 18 bis 24 Monaten, und Würfe sind vergleichsweise klein. Genau diese Kombination macht Bestände anfällig, wenn vor allem große Weibchen befischt werden.
Bedrohung & Schutzstatus
Kleines Areal, hohe Verantwortung
Die IUCN Red List bewertet den Dornhai global als gefährdet. Die Hauptursachen sind gezielte Fischerei, Beifang und die langsame Erholung nach Bestandseinbrüchen; besonders problematisch ist die Entnahme großer, spät reifender Weibchen.
Regional können Bestände sehr unterschiedlich aussehen: Einige regulierte Fischereien melden Erholung oder stabile Werte, während andere Meeresgebiete historische Rückgänge zeigen. Für die Art zählen deshalb Fangbegrenzungen, Schutz großer Weibchen, Beifangreduktion und ein vorsichtiger Umgang mit regionalen Beständen.
Dornhai & Mensch
Beobachtung und Umgang
Für Taucher und Schnorchler ist der Dornhai kein klassischer Warmwasser-Shark-Dive-Star, sondern eine Art kühler, gemäßigter Gewässer. Shark Research Institute weist auf die spitzen Rückenflossenstacheln und die sehr langsame Lebensgeschichte hin; für Beobachtungen heißt das vor allem: nicht anfassen und nicht bedrängen.
Begegnungen sind am ehesten bei Kaltwasser-Tauchgängen, in Küstenbuchten, über Sand- und Kiesgrund, an Wracks oder in fischreichen Schelfgebieten möglich. Ruhiges Verhalten und Abstand sind sinnvoll, besonders wenn mehrere Tiere in einer Schule ziehen.
Steckbrief
- Erstbeschreibung:
- Max. Größe:
- Tiefe:
- Max. Alter:
- Max. Gewicht:
- Wassertyp:
- IUCN Status:
Systematik
- Reich:
- Stamm:
- Unterstamm:
- Infrastamm:
- Parvstamm:
- Klasse:
- Teilklasse:
- Überordnung:
- Ordnung:
- Familie:
- Gattung:


