Dieser Artikel erschien am 17. September 2026 und wurde am 19. September 2026 aktualisiert.
Vor Percé auf der Gaspé-Halbinsel in Kanada ist am 16. September 2026 ein Taucher von einem Hai gebissen und ins Krankenhaus gebracht worden. Die kanadische Küstenwache bestätigte den Vorfall gegenüber Global News. Nach Angaben des Tauchzentrums Plongée Percé besteht keine Lebensgefahr.
Rettungskräfte übernahmen den Verletzten in Percé
Die Seenotrettungsleitstelle in Québec erhielt nach Angaben der Küstenwache gegen 10:27 Uhr Ortszeit die Meldung. Der Taucher gehörte zum privaten Boot YODA, das auch Teil der freiwilligen Küstenwachenorganisation Canadian Coast Guard Auxiliary ist. Die Alarmierungszeit ist nicht mit einem exakt belegten Zeitpunkt des Bisses gleichzusetzen.
Der Verletzte erhielt zunächst Erste Hilfe. Rettungskräfte erwarteten das Boot bei seiner Rückkehr nach Percé. Auch The Canadian Press berichtet über die anschließende Einlieferung ins Krankenhaus und beruft sich dabei auf Küstenwache und Tauchzentrum.
Plongée Percé setzt alle Tauchaktivitäten aus
Das Unternehmen stellte seine Tauchaktivitäten vorsorglich für den Rest der Saison ein. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre der betroffenen Person veröffentlichte es zunächst keine näheren Angaben zu Verletzungen und Hergang.
Weißer Hai laut Betreiber – Einzelheiten bleiben offen
Plongée Percé bezeichnete das beteiligte Tier als Weißen Hai. Eine unabhängig dokumentierte Artbestimmung liegt in den geprüften Berichten nicht vor. Der Betreiber veröffentlichte später Einzelheiten zum Ablauf; sie sind im Update unten zusammengefasst.
Update vom 19. September 2026
Plongée Percé hat am 18. September den Ablauf erläutert. Nach der bei CIEU-FM wiedergegebenen Erklärung ereignete sich der Kontakt nach 33 Minuten Tauchzeit während eines dreiminütigen Sicherheitsstopps auf fünf Metern. Instructor und ein Schüler hielten die Stoppleine; der betroffene dritte Taucher befand sich frei auf gleicher Tiefe hinter dem Instructor.
Ein Geräusch machte den Instructor aufmerksam. Nach Angaben des Betreibers sah er einen Weißen Hai beim dritten Taucher; das Tier verschwand nach wenigen Sekunden. Alle drei stiegen unmittelbar auf und gelangten an Bord der Yoda. Der Verletzte legte selbst seine Ausrüstung ab, die Küstenwache wurde informiert und das Boot fuhr zum Anleger von Percé.
Insgesamt waren sechs Taucher in zwei Gruppen am Tauchplatz Bilbo unterwegs. Die zweite Dreiergruppe bemerkte den Vorfall nicht, wurde zunächst zu einem Felsen nahe der Insel begleitet und anschließend abgeholt. Diese Rekonstruktion beruht auf Betreiberangaben; sie belegt keine Ursache des Angriffs.
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