Nach dem Haiangriff vor Percé diskutieren Taucher und Tourismusvertreter in Québec über den künftigen Umgang mit Haien. Für Plongée Percé ist die nächste Sommersaison noch offen. Wie CIMT-CHAU am 21. September berichtet, will das Unternehmen in den kommenden Monaten beraten und Fachleute einbeziehen.
Unterschiedliche Reaktionen in der Tauchbranche
Der Taucher und Fotograf Mario Longpré aus Carleton-sur-Mer möchte prüfen, welche veränderten Bedingungen bei künftigen Ausfahrten berücksichtigt werden sollten. Er kündigt erhöhte Aufmerksamkeit an.
Jean-Olivier Lapointe beschreibt seine bisherigen Begegnungen mit Haien dagegen als positiv. Er sehe sich beim Tauchen als Gast in ihrem Lebensraum und wolle weiterhin ins Wasser gehen. Der Vorfall mache das Risiko für die Öffentlichkeit greifbarer, ändere aber seine persönliche Entscheidung nicht.
Koexistenz statt vorschneller Gewissheiten
Sandra Gauthier, Direktorin von Exploramer, hält Anpassungen bei Wassersportangeboten und ihrer touristischen Vermarktung für notwendig. Im Mittelpunkt steht für sie, mit der Anwesenheit von Haien zu leben.
Konkrete neue Tauchregeln oder eine Entscheidung über die Wiederaufnahme des Betriebs nennt der Bericht nicht. Die Gespräche betreffen damit zunächst die Vorbereitung der nächsten Saison. Sie sind weder eine bestätigte Wiedereröffnung noch eine dauerhafte Schließung des Tauchzentrums.

