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Gaspésie plant Hai-Interventionsgruppe nach Angriff vor Percé

Exploramer und Merinov planen eine Hai-Interventionsgruppe in Gaspésie. Forschung und Aufklärung sollen helfen; die Tauchsaison in Percé bleibt offen.

Ronny K23. September 2026
Rocher Percé vor der Küste von Québec im Jahr 1962
Historische Aufnahme des Rocher Percé von 1962. © C. E. Hablutzel / Sammlung David Pirmann / Flickr · CC BY 2.0 · Beschnitten

Dieser Artikel erschien am 23. September 2026 und wurde am 10. Oktober 2026 aktualisiert.

Update vom 10. Oktober 2026

In Gaspésie bereiten Exploramer und Merinov eine gemeinsame Interventionsgruppe zum Umgang mit Haien im Sankt-Lorenz-Golf vor. Laut CIMT-CHAU wurde das Vorhaben der regionalen Runde der Präfekten vorgestellt. Der Bericht vom 9. Oktober greift dabei auch den Haiangriff auf einen Taucher vor Percé am 16. September auf.

Die geplante Gruppe soll die Anwesenheit von Haien besser dokumentieren und Wissen für ein sicheres Miteinander vermitteln. Radio Gaspésie berichtet zudem über vorgesehene Schulungen für Fischer und Taucher sowie eine Zusammenarbeit mit Schulen. Nach CIMT-CHAU ist auch die kanadische Fischereibehörde Pêches et Océans Canada als Partner beteiligt. Im Mittelpunkt stehen Forschung und Aufklärung, keine angekündigte Jagd auf Haie.

Zunächst sollen Verbände und Kommunen angesprochen werden, beginnend in Haute-Gaspésie. CIMT-CHAU nennt auch die Aufklärung über das riskante Anlocken von Haien mit Ködern. Die Berichte bestätigen weder einen bereits laufenden Einsatzbetrieb noch neue verbindliche Tauchregeln. Auch eine Entscheidung über die Wiederaufnahme der nächsten Tauchsaison von Plongée Percé geht daraus nicht hervor.

Bisheriger Bericht

Nach dem Haiangriff vor Percé diskutieren Taucher und Tourismusvertreter in Québec über den künftigen Umgang mit Haien. Für Plongée Percé ist die nächste Sommersaison noch offen. Wie CIMT-CHAU am 21. September berichtet, will das Unternehmen in den kommenden Monaten beraten und Fachleute einbeziehen.

Unterschiedliche Reaktionen in der Tauchbranche

Der Taucher und Fotograf Mario Longpré aus Carleton-sur-Mer möchte prüfen, welche veränderten Bedingungen bei künftigen Ausfahrten berücksichtigt werden sollten. Er kündigt erhöhte Aufmerksamkeit an.

Jean-Olivier Lapointe beschreibt seine bisherigen Begegnungen mit Haien dagegen als positiv. Er sehe sich beim Tauchen als Gast in ihrem Lebensraum und wolle weiterhin ins Wasser gehen. Der Vorfall mache das Risiko für die Öffentlichkeit greifbarer, ändere aber seine persönliche Entscheidung nicht.

Koexistenz statt vorschneller Gewissheiten

Sandra Gauthier, Direktorin von Exploramer, hält Anpassungen bei Wassersportangeboten und ihrer touristischen Vermarktung für notwendig. Im Mittelpunkt steht für sie, mit der Anwesenheit von Haien zu leben.

Konkrete neue Tauchregeln oder eine Entscheidung über die Wiederaufnahme des Betriebs nennt der Bericht nicht. Die Gespräche betreffen damit zunächst die Vorbereitung der nächsten Saison. Sie sind weder eine bestätigte Wiedereröffnung noch eine dauerhafte Schließung des Tauchzentrums.

Quellen

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