Dieser Artikel erschien am 18. September 2026 und wurde am 13. Oktober 2026 aktualisiert.
Chronologie – neueste Meldungen zuerst
Update vom 13. Oktober 2026
Die Stadt Busan will bei der Auswertung der diesjährigen Badesaison am 17. November auch über Maßnahmen beraten, die Haie von den Stränden fernhalten sollen. Das meldet Yonhap am 13. Oktober. Erwogen wird, Haie wie giftige Quallen in die Kategorie schädlicher Meerestiere einzubeziehen, für die an Stränden bisher Netze eingesetzt werden. Eine beschlossene Neueinstufung oder bereits installierte Hainetze bestätigt die Meldung nicht.
„Bukang-i“ hält sich dem Bericht zufolge weiterhin im Kanal des North Port Waterfront Park auf. Bis Sonntag, 11. Oktober, wurden dort annähernd 1,35 Millionen Besuche gezählt; das ist keine Zahl nachweislich verschiedener Menschen. Eine Rückkehr des Hais ins offene Meer ist weiterhin nicht bestätigt.
Update vom 8. Oktober 2026
Bei „Bukang-i“ wurde am 7. Oktober eine Schürfwunde nahe der Schnauze festgestellt. Ein Team von KBS begleitete die Forschenden des National Institute of Fisheries Science (NIFS) bei der Untersuchung im Busaner Parkkanal. Forschungsleiter Kim Hyun-woo berichtete von abrupten Richtungswechseln, wenn Besucher nachts starke Lampen auf den Hai richteten. Dabei könnte die Wunde entstanden sein; die Ursache ist nicht bestätigt.
NIFS beobachtet die Wunde und den Gesundheitszustand weiter und verstärkt die Überwachung mit Drohnen und Messungen der Wasserbedingungen. Aufnahmen sollen außerdem helfen, mögliche Veränderungen der Körperform zu erfassen. Die Forschenden bitten Besucher, Abstand zum Wasser zu halten und den Hai nicht direkt mit Taschenlampen oder Handylicht anzuleuchten. Eine Rückkehr ins offene Meer ist in diesem Bericht nicht bestätigt.
Update vom 6. Oktober 2026
Die Art von „Bukang-i“ ist jetzt offiziell bestimmt. Das südkoreanische National Institute of Fisheries Science (NIFS) bestätigte am 6. Oktober einen etwa drei Meter langen weiblichen Schwarzhai beziehungsweise Dusky Shark (Carcharhinus obscurus), berichtet Yonhap. Das Tier hält sich seit dem 18. September im künstlichen Kanal des North Port Waterfront Park in Busan auf.
Für die Bestimmung analysierten die Forschenden Nahaufnahmen. Entscheidend war unter anderem die deutlich ausgeprägte Leiste zwischen erster und zweiter Rückenflosse; das Geschlecht wurde anhand äußerer Geschlechtsmerkmale festgestellt. Die zuvor auch bei Reuters und in unserer Chronologie genannte Vermutung eines Bronze- beziehungsweise Kupferhais (Carcharhinus brachyurus) ist damit überholt. Ältere Einträge unten dokumentieren den damaligen Wissensstand.
Carcharhinus obscurus gilt weltweit als stark gefährdet (Endangered, EN), bestätigt die IUCN Shark Specialist Group. Langsames Wachstum und späte Geschlechtsreife machen die Art empfindlich gegenüber Fischereidruck; entsprechende Lebenszyklusdaten dokumentiert NOAA.
Nach zwei erfolglosen Ausleitungsversuchen bleiben aktive Rettungsmaßnahmen vorerst ausgesetzt. Das NIFS überwacht Schwimmverhalten und Gesundheitszustand weiter und will bei Auffälligkeiten mit den zuständigen Behörden reagieren. SBS berichtet, dass die Behörden zunächst auf ein selbstständiges Verlassen des Kanals warten. Eine Rückkehr ins offene Meer ist weiterhin nicht bestätigt.
Update vom 5. Oktober 2026
Der Hai „Bukang-i“ zieht weiter große Aufmerksamkeit auf sich. Seoul Economic Daily meldet unter Berufung auf die Stadt Busan bis zum 5. Oktober um 18 Uhr Ortszeit insgesamt 1.015.800 Besuche im North Port Waterfront Park. Es handelt sich um kumulierte Parkbesuche, nicht um nachweislich ebenso viele verschiedene Menschen.
Die Behörden wollen vorerst auf weitere Rettungsversuche verzichten und darauf warten, dass der Hai selbst ins offene Meer schwimmt. Das National Institute of Fisheries Science und weitere Stellen beobachten seinen Gesundheitszustand und seine Bewegungen. Eine Rückkehr ins Meer ist weiterhin nicht bestätigt.
Nach dem Bericht von Kyunghyang Shinmun vom 4. Oktober wurde bislang keine Nahrungsaufnahme beobachtet. Das belegt nicht, dass der Hai seit seiner Ankunft nichts gefressen hat. Warum er im Kanal bleibt, ist ungeklärt; vermutete Einflüsse durch Nahrung, Magnetfelder oder Licht sind keine bestätigten Ursachen.
Update vom 3. Oktober 2026
„Bukang-i“ hat am 3. Oktober gegen Mittag die am Vortag zurückgelassene Netzbarriere passiert und ist wieder in den inneren Kanal geschwommen. Laut Yonhap wird der Hai erneut zwischen der vierten und fünften Fußgängerbrücke im North Port Waterfront Park beobachtet. Die Barriere sollte genau diese Rückkehr verhindern. Eine Rückkehr ins offene Meer ist weiterhin nicht bestätigt.
News1 berichtet am Nachmittag unter Berufung auf die Stadt Busan, dass ein Teil der Netzbojen bei starkem Wind abgesunken sei und der Hai das dadurch niedriger liegende Netz passiert habe. Die Stadt will nun mit den beteiligten Stellen Zeitpunkt und Vorgehen für die Entfernung des Netzes abstimmen, damit das Tier selbstständig hinausfinden kann. Eine bereits erfolgte Entfernung ist damit nicht bestätigt.
Update vom 2. Oktober 2026
Auch der zweite Versuch, „Bukang-i“ ins offene Meer zu führen, ist am 2. Oktober ohne Erfolg beendet worden. Nach Angaben von Reuters setzte das Team ein 50 Meter langes und 6,8 Meter hohes Netz ein. Nach etwa zwei Stunden wurde die Aktion wegen der Gefahr abgebrochen, dass sich das Netz an Felsen verfängt. The Korea Times berichtet, dass es am Grund festhing und die steigende Flut die Arbeiten erschwerte.
Das Netz blieb laut Reuters im Kanal, um den Hai daran zu hindern, wieder weiter landeinwärts zu schwimmen. Ein etwa 100 Meter langer Abschnitt in Richtung Meer soll ihm den Weg nach draußen ermöglichen. Forschungsleiter Kim Hyun-woo hofft, dass Strömung und Gezeiten das Tier selbst hinausführen. Eine bestätigte Rückkehr ins offene Meer steht weiterhin aus. Reuters dokumentiert den Rettungseinsatz im folgenden Video.
Update vom 29. September 2026
Der Versuch, „Bukang-i“ mit Booten und Wasserpumpen ins offene Meer zu lenken, ist am 29. September gescheitert. Nach Angaben von Yonhap setzten die Einsatzkräfte fünf Boote ein; um 15:20 Uhr Ortszeit wurde die Aktion abgebrochen. Der Hai blieb im künstlichen Kanal des North Port Waterfront Park.
Nun soll ein an den Kanal angepasstes Netz helfen. Laut Seoul Economic Daily wird ein weiterer Versuch um den 2. Oktober erwartet, sobald das Netz fertiggestellt ist. Das ist ein vorläufiger Zeitplan, keine bestätigte Rückkehr ins Meer. Die bisherige Artzuordnung bleibt vorläufig.
Update vom 28. September 2026
Die Rückführung des „Bukang-i“ genannten Hais hat jetzt einen konkreten Termin und Ablauf. Wie Yonhap am 28. September berichtet, beschlossen die zuständigen Stellen nach einer Besprechung, das Tier am 29. September ab 10 Uhr Ortszeit mit Booten und Wasserpumpen aus dem Kanal des North Port Waterfront Park in Richtung offenes Meer zu lenken. Eine erfolgte Rückkehr ins Meer ist damit noch nicht bestätigt.
Nach der Vor-Ort-Untersuchung des National Institute of Fisheries Science seien Aktivität und Atmung des Hais stabil. Die Behörden sehen jedoch Einschränkungen bei Nahrungssuche und Bewegungsfreiheit im schmalen Kanal. Bei einem längeren Aufenthalt könnte das Tier an Kraft verlieren. Die Einsatzkräfte wollen seinen Zustand während der Aktion überwachen und das Vorgehen anpassen, um übermäßigen Stress zu vermeiden.
Zunächst soll der Hai möglichst selbstständig hinausfinden, unterstützt durch Boote und die Wasserströmung der Pumpen. Falls das nicht gelingt, ist ein an Breite und Tiefe des Kanals angepasstes Netz vorgesehen. Der Plan ist damit konkreter als die zuvor angekündigte Beratung. Er ist weder ein Beleg für eine bereits erfolgte Rettung noch für eine neue, abschließende Artbestimmung.
Update vom 27. September 2026
Der Besucherandrang um den „Bukang-i“ genannten Hai ist weiter gestiegen. CBS NoCut News meldet am Abend des 27. September unter Berufung auf die Betreiber 553.800 kumulierte Besuche im North Port Waterfront Park seit dem 19. September. Davon entfallen 468.000 auf die Chuseok-Feiertage vom 24. bis 27. September. Es handelt sich um gezählte Parkbesuche, nicht um nachweislich ebenso viele verschiedene Menschen.
Zuvor hatte Kyunghyang Shinmun für den Zeitraum 19. bis 26. September rund 405.800 Besuche gemeldet. Die unterschiedlichen Stände beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume. Die älteren Zahlen bleiben unten als datierte Stationen der Chronologie erhalten.
Am 28. September wollen die zuständigen Stellen über die Rückführung ins offene Meer beraten. Laut Khan gehören das National Institute of Fisheries Science, die Hafenbehörde und die Küstenwache zu den Beteiligten. Ein Vorschlag ist, den Hai mit Netzen aus dem Kanal zu lenken; eine Methode war im Bericht noch nicht beschlossen. Eine erfolgte Rückkehr ins Meer ist bislang nicht bestätigt.
Die Artzuordnung bleibt vorläufig. Das koreanische Original verwendet weiterhin „무태상어“, die Bezeichnung für den Kupferhai (Carcharhinus brachyurus). Die abweichende Bezeichnung als Ammenhai in der automatischen englischen Übersetzung ist kein Beleg für eine neue Bestimmung.
Update vom 21. September 2026
Der Hai im North Port Waterfront Park zieht weiter große Aufmerksamkeit auf sich: Am Wochenende des 19. und 20. September besuchten nach Angaben der Stadt Busan fast 20.000 Menschen den Park. Das waren etwa vier- bis fünfmal so viele wie an einem üblichen Wochenende, berichtet die Korea JoongAng Daily am 21. September.
Die Behörden warten laut dem Bericht weiterhin darauf, dass der Hai den Kanal selbst verlässt. Eine Rückkehr ins offene Meer ist damit noch nicht bestätigt. Auch die Zuordnung des beobachteten Tiers zu einem Bronzehai bleibt vorläufig.
Update vom 20. September 2026
Im North Port Waterfront Park wurde auch am 20. September ein Hai beobachtet – damit liegen Sichtungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen vor. Nach Angaben von Newsis kamen zahlreiche Besucher, um das auf etwa 3,5 Meter geschätzte Tier zu sehen. Bereits am 19. September war gegen 13:05 Uhr Ortszeit eine erneute Meldung eingegangen; die Stadt warnte daraufhin Spaziergänger und Anwohner, wie Yonhap berichtet. Die Größenangaben beruhen auf Schätzungen, nicht auf einer Vermessung.
Die Behörden setzen weiterhin darauf, dass der Hai den mit dem Meer verbundenen Kanal selbst verlässt. Das National Institute of Fisheries Science hatte empfohlen, das Tier nicht durch weitere Vertreibungsversuche zu reizen. Laut SBS Biz wurden wegen des Besucherandrangs Sicherheitsdurchsagen gemacht und eine Fußgängerbrücke über dem Wasser gesperrt. Eine Rückkehr ins offene Meer ist in diesen Meldungen vom 20. September noch nicht bestätigt.
Bei der Artbestimmung ist zwischen dem Namen und der Identifizierung dieses einzelnen Tiers zu unterscheiden: Die koreanische Bezeichnung „무태상어“ steht laut der staatlichen Artendatenbank MBRIS für Carcharhinus brachyurus, den Bronze- oder Kupferhai. Sie bezeichnet nicht den Bullenhai (Carcharhinus leucas). Für den Hai im Parkkanal bleibt die Zuordnung durch das Forschungsinstitut jedoch vorläufig. Eine eindeutige Übersetzung des Artnamens ist noch keine abschließende Bestimmung des beobachteten Tiers.
18. September 2026 – Der Hai taucht im Hafenpark auf
Im North Port Waterfront Park der südkoreanischen Hafenstadt Busan ist am 18. September 2026 ein großer Hai aufgetaucht. Das Tier schwamm in einem mit dem Meer verbundenen Kanal nahe einer öffentlichen Promenade. Nach Angaben der Küstenwache, über die Yonhap berichtet, ging der erste Hinweis eines Passanten gegen 8:57 Uhr Ortszeit ein.
Sicherheitswarnung für Besucher
Die Länge des Hais wurde auf etwa drei bis vier Meter geschätzt. Die Stadt verschickte eine Warnnachricht; Einsatzkräfte forderten Besucher auf, dem Wasser fernzubleiben. SBS zeigt dazu Aufnahmen, die unter anderem von der Küstenwache stammen.
Lenkversuche am Nachmittag beendet
Die Küstenwache setzte Boote und Spezialkräfte ein und versuchte zunächst, das Tier in Richtung offenes Meer zu lenken. Auf Empfehlung des National Institute of Fisheries Science verzichtete sie auf einen Fang.
Laut Yonhap endeten die Lenkversuche gegen 15:15 Uhr. Das Forschungsinstitut hatte empfohlen, den Hai selbst hinausfinden zu lassen, statt ihn durch weitere Eingriffe zu reizen. Die Küstenwache bat die Hafenbehörde um Warnschilder und kündigte Kontrollen bei ihren Patrouillen an.
Artbestimmung noch vorläufig
Das National Institute of Fisheries Science vermutet nach den koreanischen Berichten einen Kupferhai (Carcharhinus brachyurus), auf Koreanisch „무태상어“. Diese Artzuordnung ist vorläufig; eine gesicherte Bestimmung liegt in den herangezogenen Meldungen nicht vor. Auch eine bestätigte Rückkehr des Tiers ins offene Meer geht daraus nicht hervor.

