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Haiangriff am Coogee Beach: Leah Stewart spricht über ihre Genesung

Leah Stewart berichtet nach dem Haiangriff am Coogee Beach von einem Rückschlag: Eine Hauttransplantation am Bein ist nach ihren Angaben fehlgeschlagen.

Ronny K13. Juni 2026
Coogee Beach Australien

Dieser Artikel erschien am 13. Juni 2026 und wurde am 23. September 2026 aktualisiert.

Update vom 23. September 2026

Leah Stewart hat einen Rückschlag bei ihrer Genesung geschildert. Wie The Inertia am 22. September unter Berufung auf ihr Instagram-Update berichtet, ist eine Hauttransplantation an ihrem verletzten Bein nach ihren Angaben fehlgeschlagen. Bei dem Eingriff war Haut vom rechten Oberschenkel auf die linke Seite übertragen worden.

Stewart sagte dem Bericht zufolge, die Wunde am Bein sei dreieinhalb Monate nach dem Angriff weiterhin offen. Sie sei über den Rückschlag sehr enttäuscht. Zugleich pausiere sie vorübergehend die Behandlung mit einem Unterdruck-Wundtherapiegerät, wodurch sie sich etwas freier bewegen könne. Wie die weitere Behandlung aussehen werde, sei noch unklar.

Eine 35-jaehrige Schwimmerin ist am Samstagvormittag, dem 13. Juni 2026, am Coogee Beach in Sydney von einem Hai schwer verletzt worden. Der von CNA veroeffentlichte Reuters-Bericht meldete zunaechst eine Frau in ihren 30ern; spaetere australische Berichte nannten ein Alter von 35 Jahren.

NSW Police teilte mit, dass Rettungskraefte kurz vor 11:15 Uhr zum Coogee Beach gerufen wurden. Mitglieder der Oeffentlichkeit zogen die Frau aus dem Wasser und begannen mit Erster Hilfe, bevor Polizei und Sanitaeter uebernahmen.

Update vom 1. September 2026: Stewart schildert den Angriff

Leah Stewart hat in ihrem ersten ausführlichen Fernsehinterview seit dem Angriff vom 13. Juni beschrieben, wie sie den Überlebenskampf erlebte. ABC News fasste das am 30. August ausgestrahlte Gespräch mit Nine’s 60 Minutes am folgenden Tag zusammen.

Nach Stewarts Schilderung zog der Hai sie unter Wasser und kam ihrem Gesicht bis auf ungefähr 30 Zentimeter nahe. Sie entschied sich für Schläge mit der linken Hand, weil sie Rechtshänderin ist, und schlug wiederholt auf das Tier ein, bis es sie losließ. In diesem Moment habe sie vor allem daran gedacht, zu ihrer kleinen Tochter zurückzukehren.

Der außer Dienst befindliche Rettungsschwimmer Charlie Verco erreichte Stewart mit einem Paddleboard und brachte sie zurück an Land. Dort leisteten Rettungskräfte und ein anwesender Arzt Wiederbelebungsmaßnahmen; Polizisten legten Tourniquets an. Stewart verlor sehr viel Blut, lag mehr als eine Woche im künstlichen Koma und musste mehrfach operiert werden. Ihr linker Unterarm wurde amputiert.

Für Stewart und ihre Familie kamen inzwischen mehr als 550.000 australische Dollar an Spenden zusammen. ABC beschreibt den beteiligten Hai als rund vier Meter langen Weißen Hai. Der neue Bericht nennt jedoch weiterhin keine zusätzliche forensische Bestätigung der Art; die Zuordnung bleibt deshalb im Beitrag als wahrscheinlich, aber nicht abschließend bestätigt gekennzeichnet.

Update vom 23. August: Leah Stewart spricht über ihre Genesung

Mehr als zwei Monate nach dem Angriff hat sich Leah Stewart erstmals selbst ausführlicher zu ihrer Genesung geäußert. Wie ABC News berichtet, schrieb die 35-Jährige auf der Spendenseite ihrer Familie, sie habe inzwischen genügend Fortschritte gemacht, um wieder etwas Selbstständigkeit aufzubauen. Sie empfinde ihr Überleben als zweite Chance, auch wenn noch ein langer Weg vor ihr liege.

ABC fasst die medizinischen Folgen nun genauer zusammen: Stewart erlitt Bissverletzungen an Bein und Armen, mehrere Knochenbrüche und einen großen Blutverlust. Sie lag mehrere Tage im künstlichen Koma und musste mehrfach operiert werden. Dabei wurde ihr ein Arm amputiert. Ihre Genesung bezeichnet sie als bemerkenswert, aber noch nicht abgeschlossen.

Für ihre Behandlung und Rehabilitation kamen mehr als 500.000 australische Dollar an Spenden zusammen. Stewart dankte Unterstützerinnen und Unterstützern aus ihrer Nachbarschaft und aus aller Welt. Zugleich bat sie darum, die Spendenaktion zu beenden: Die bisherige Hilfe ermögliche ihrer Familie, im eigenen Zuhause zu bleiben und spätere medizinische Behandlungen zu planen.

Etwa elf Tage nach dem Angriff war Stewart erstmals kurz aus dem künstlichen Koma geweckt worden und konnte mit ihrer Familie sprechen. Nach Angaben ihres Bruders galten ihre ersten Gedanken ihrer Tochter. Die neue Mitteilung ist damit der erste persönliche Bericht der Betroffenen selbst über die Monate nach dem Angriff.

ABC bezeichnet den verantwortlichen Hai inzwischen als Weißen Hai. Der neue Bericht nennt jedoch keine zusätzlichen forensischen oder fachlichen Details zur Artbestimmung. Die Zuordnung bleibt in den Vorfalldaten deshalb weiterhin als wahrscheinlich, aber nicht abschließend bestätigt gekennzeichnet.

Rettung am Coogee Beach

ABC News berichtete, die Frau habe etwa 30 Meter vor dem Strand geschwommen. Nach Angaben des Randwick City Council befand sie sich nahe am Ufer im markierten Schwimmbereich zwischen den Flaggen.

Am Strand halfen unter anderem medizinisch geschulte Ersthelfer. Die Verletzungen betrafen den linken Unterschenkel und die Arme; die Frau wurde nach der Erstversorgung in kritischem Zustand in das St Vincent’s Hospital in Sydney gebracht.

AP schilderte spaeter die Rettung durch den Surf-Lifesaver Charlie Verco, der mit einem Paddleboard zur verletzten Schwimmerin fuhr. Weitere Helfer erreichten die beiden anschliessend und brachten die Frau an den Strand.

Sperrungen nach dem Angriff

Der Randwick City Council schloss nach dem Vorfall Coogee, Clovelly, Maroubra und weitere Straende im Gemeindegebiet fuer mindestens 24 Stunden. Auch Waverley Council schloss Bondi, Bronte und Tamarama vorsorglich.

Lifeguards, Surf Life Saving NSW, Polizei und weitere Behoerden ueberwachten den Bereich nach dem Angriff. Fuer Badegaeste galt die klare Empfehlung, die Sperrungen und Warnschilder zu beachten und nicht ins Wasser zu gehen, bis die Strände wieder freigegeben sind.

Welche Haiart infrage kommt

Offiziell ist die Haiart noch nicht abschliessend bestaetigt. Randwick Council sprach von einem vermutlich 3 bis 4 Meter langen Hai. AP zitierte einen Lifeguard mit der Einschaetzung, es habe sich um einen etwa 3,5 Meter langen Weißen Hai gehandelt.

Der Guardian berichtete am 14. Juni, dass Drohnen- und Hubschrauberaufnahmen nach dem Angriff auf einen Weißen Hai in der Gegend hindeuteten. Fachleute betonten zugleich, dass diese Beobachtung den angreifenden Hai nicht automatisch eindeutig identifiziert.

Der Fall wird deshalb als schwerer, nicht toedlicher und unprovozierter Haiangriff beim Schwimmen erfasst. Die Artangabe bleibt vorsichtig: Weißer Hai, Carcharodon carcharias, ist nach der bisherigen Quellenlage die wahrscheinlichste, aber noch nicht offiziell bestaetigte Zuordnung.

Erwähnte Arten

Weißer hai carcharodon carcharias im blauwasser

Weißer Hai

Quellen

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