Irland: Gefangener Blauhai verletzt Angler schwer

Vor Ardmore im County Waterford wurde Sebastian Achim am 11. August 2026 von einem an Bord gebrachten Blauhai ins Bein gebissen. Freunde stoppten die starke Blutung, Rescue 117 flog ihn ins Krankenhaus.

Sharky11. August 2026
Sebastian Achim liegt nach dem Blauhai-Biss in einem Krankenhausbett
Sebastian Achim im Krankenhaus nach der schweren Bissverletzung beim Blauhai-Angeln vor Ardmore. Bild: Paul Byrne / All About Cork.

Bei einem Angeltrip vor Ardmore im County Waterford in Irland ist Sebastian Achim am Dienstag, dem 11. August 2026, von einem Blauhai ins Bein gebissen und schwer verletzt worden. Nach einem Bericht von All About Cork brachten seine Freunde die starke Blutung zunächst unter Kontrolle, bevor ihn die Rettungskräfte aus dem Boot bargen.

Achim war gegen 8 Uhr morgens mit einer Gruppe von Freunden aus Dungarvan zu einem gezielten Blauhai-Angeltag aufgebrochen. Die Gruppe fing zunächst drei Haie und ließ sie nach Angaben der Quelle direkt neben dem Boot wieder frei. Einige der Tiere waren länger als fünf Fuß, also mehr als rund 1,5 Meter. Die Quelle ordnet diese Größenangabe jedoch nicht eindeutig dem später beteiligten Hai zu.

Schwere Beinverletzung und starke Blutung an Bord

Später am Nachmittag fing Achim einen weiteren Blauhai und holte ihn an Bord. Dort biss das Tier den Angler ins Bein. Der Bericht beschreibt eine ausgedehnte Wunde und einen starken Blutverlust. Achim sagte später aus dem Krankenhaus, das Blut habe überall hingespritzt.

Die anderen Männer drückten sofort auf die Wunde und wickelten Seile um das verletzte Bein, um die Blutung einzudämmen. Während sie auf Hilfe warteten, erkannte Achim nach eigener Schilderung freiliegendes Muskelgewebe. Er versuchte dennoch, ruhig zu bleiben.

Der Waterford-Rettungshubschrauber Rescue 117 sowie die Rettungsboote aus Youghal und Ballycotton reagierten laut All About Cork auf den Notruf. Achim wurde vom Hubschrauber aufgenommen, an Land gebracht und anschließend im Krankenhaus behandelt. Welches Krankenhaus ihn aufnahm, nennt der Bericht nicht.

Die Verletzung soll operiert werden; die Ärzte rechneten zunächst mit einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt. Der Vorfall verlief damit nicht tödlich, war wegen der starken Blutung und der Gewebeschäden aber medizinisch ernst.

Warum der Fall als provoziert eingeordnet wird

Für die Angriffsdaten ist der Ablauf entscheidend. Der Hai befand sich nicht frei im Wasser neben einem Schwimmer oder Taucher, sondern war gezielt geangelt und anschließend an Bord gebracht worden. Der Biss ereignete sich während dieses direkten Kontakts mit einem gefangenen Tier. Deshalb wird der Fall als provozierter Vorfall beim Angeln und Fischfang erfasst. Diese Einordnung beschreibt die Situation und ist keine Schuldzuweisung an den Verletzten.

Die Quelle bezeichnet das Tier ausdrücklich als Blauhai. Eine unabhängige behördliche Bestätigung der Art oder eine fachliche Dokumentation des beteiligten Tieres liegt in den bislang auffindbaren Berichten nicht vor. Die Artangabe wird deshalb als berichtete Identifizierung übernommen, ohne weitere Details hinzuzuerfinden.

Blauhai-Angeln hat vor Dungarvan eine lange Tradition

Dass die Gruppe von Dungarvan aus gezielt nach Blauhaien suchte, passt zum regionalen Angelbetrieb. Fishing in Ireland, das Informationsangebot von Inland Fisheries Ireland, beschreibt Dungarvan seit Jahrzehnten als Seeangelzentrum. Blauhaie gehören dort zu den regelmäßig beim Driftangeln gefangenen und markierten Arten im nordöstlichen Atlantischen Ozean.

Der Ablauf zeigt zugleich einen wichtigen Unterschied beim Catch and Release bei Haien: Die ersten drei Haie wurden nach Darstellung der Quelle neben dem Boot freigelassen, der vierte dagegen an Bord geholt. Auf engem Raum kann ein kräftiger, noch beweglicher Hai Menschen schon mit einem einzelnen Abwehrbiss schwer verletzen. Auch für das Tier verlängern Anlanden und Handhabung die Belastung.

Mehrere Details des Vorfalls bleiben offen

Bislang beruht die öffentliche Schilderung des Bisses auf einem einzigen Medienbericht und Achims dort wiedergegebenen Angaben. Nicht veröffentlicht wurden sein Alter, der Name des Bootes, die genaue Position vor Ardmore, der Zeitpunkt des Notrufs und der Grund, weshalb der vierte Hai anders als die ersten drei an Bord gebracht wurde. Die Karte markiert daher nur den allgemeinen Küstenbereich bei Ardmore und nicht den exakten Unfallort.

Achim dankte aus dem Krankenhaus seinen Freunden und den beteiligten Rettungskräften. Er sagte außerdem, es sei sein erster Ausflug zum Blauhai-Angeln gewesen und werde zugleich sein letzter bleiben. Nach eigener Aussage hatte er zeitweise befürchtet, nicht mehr nach Hause zurückzukehren.

Erwähnte Arten

Blauhai prionace glauca im blauwasser

Blauhai

Quellen

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