Dieser Artikel erschien am 11. August 2026 und wurde am 26. August 2026 aktualisiert.
Update vom 26. August 2026
RTÉ bestätigte inzwischen, dass Sebastian Achim im Cork University Hospital erfolgreich operiert wurde. Nach seiner Schilderung verlor er so viel Blut, dass er während der Rettung wiederholt das Bewusstsein verlor. Die Ärzte stellten fehlendes Gewebe und Haut am Unterschenkel fest und kündigten weitere Hauttransplantationen an. Am Morgen vor der Operation konnte Achim das verletzte Bein noch nicht belasten und berichtete von einem teilweisen Gefühlsverlust.
Achim erklärte außerdem, die Gruppe habe die gefangenen Haie für Forschungszwecke markieren und anschließend freilassen wollen. Der Blauhai biss, nachdem er an Bord geholt und der Haken entfernt worden war. Achim bezeichnete den Vorfall selbst als Unfall und betonte, das Tier habe in einer Überlebenssituation reagiert. Die neuen Angaben stützen damit die Einordnung als provozierten beziehungsweise defensiven Biss.
Bei einem Angeltrip vor Ardmore im County Waterford in Irland ist Sebastian Achim am Dienstag, dem 11. August 2026, von einem Blauhai ins Bein gebissen und schwer verletzt worden. Nach einem Bericht von All About Cork brachten seine Freunde die starke Blutung zunächst unter Kontrolle, bevor ihn die Rettungskräfte aus dem Boot bargen.
Achim war gegen 8 Uhr morgens mit einer Gruppe von Freunden aus Dungarvan zu einem gezielten Blauhai-Angeltag aufgebrochen. Die Gruppe fing zunächst drei Haie und ließ sie nach Angaben der Quelle direkt neben dem Boot wieder frei. Einige der Tiere waren länger als fünf Fuß, also mehr als rund 1,5 Meter. Die Quelle ordnet diese Größenangabe jedoch nicht eindeutig dem später beteiligten Hai zu.
Schwere Beinverletzung und starke Blutung an Bord
Später am Nachmittag fing Achim einen weiteren Blauhai und holte ihn an Bord. Dort biss das Tier den Angler ins Bein. Der Bericht beschreibt eine ausgedehnte Wunde und einen starken Blutverlust. Achim sagte später aus dem Krankenhaus, das Blut habe überall hingespritzt.
Die anderen Männer drückten sofort auf die Wunde und wickelten Seile um das verletzte Bein, um die Blutung einzudämmen. Während sie auf Hilfe warteten, erkannte Achim nach eigener Schilderung freiliegendes Muskelgewebe. Er versuchte dennoch, ruhig zu bleiben.
Der Waterford-Rettungshubschrauber Rescue 117 sowie die Rettungsboote aus Youghal und Ballycotton reagierten laut All About Cork auf den Notruf. Achim wurde vom Hubschrauber aufgenommen, an Land gebracht und anschließend im Krankenhaus behandelt. Er wurde in das Cork University Hospital gebracht.
Die Operation im Cork University Hospital verlief nach Angaben von RTÉ erfolgreich. Wegen des fehlenden Gewebes und der verlorenen Haut wurden weitere Hauttransplantationen angekündigt. Der Vorfall verlief damit nicht tödlich, war wegen der starken Blutung und der Gewebeschäden aber medizinisch ernst.
Warum der Fall als provoziert eingeordnet wird
Für die Angriffsdaten ist der Ablauf entscheidend. Der Hai befand sich nicht frei im Wasser neben einem Schwimmer oder Taucher, sondern war gezielt geangelt und anschließend an Bord gebracht worden. Der Biss ereignete sich während dieses direkten Kontakts mit einem gefangenen Tier. Deshalb wird der Fall als provozierter Vorfall beim Angeln und Fischfang erfasst. Diese Einordnung beschreibt die Situation und ist keine Schuldzuweisung an den Verletzten.
Die Quelle bezeichnet das Tier ausdrücklich als Blauhai. Eine unabhängige behördliche Bestätigung der Art oder eine fachliche Dokumentation des beteiligten Tieres liegt in den bislang auffindbaren Berichten nicht vor. Die Artangabe wird deshalb als berichtete Identifizierung übernommen, ohne weitere Details hinzuzuerfinden.
Blauhai-Angeln hat vor Dungarvan eine lange Tradition
Dass die Gruppe von Dungarvan aus gezielt nach Blauhaien suchte, passt zum regionalen Angelbetrieb. Fishing in Ireland, das Informationsangebot von Inland Fisheries Ireland, beschreibt Dungarvan seit Jahrzehnten als Seeangelzentrum. Blauhaie gehören dort zu den regelmäßig beim Driftangeln gefangenen und markierten Arten im nordöstlichen Atlantischen Ozean.
Der Ablauf zeigt zugleich einen wichtigen Unterschied beim Catch and Release bei Haien: Die ersten drei Haie wurden nach Darstellung der Quelle neben dem Boot freigelassen, der vierte dagegen an Bord geholt. Auf engem Raum kann ein kräftiger, noch beweglicher Hai Menschen schon mit einem einzelnen Abwehrbiss schwer verletzen. Auch für das Tier verlängern Anlanden und Handhabung die Belastung.
Mehrere Details des Vorfalls bleiben offen
Zusätzliche Berichte von RTÉ sowie Angaben der Küstenwache und der RNLI bestätigen inzwischen wesentliche Teile des Ablaufs. Achim war zum Zeitpunkt des Vorfalls 27 Jahre alt; die Gruppe wollte die Haie für Forschungszwecke markieren. Weiterhin nicht eindeutig veröffentlicht sind der Name des Bootes und die exakte Position vor Ardmore. Die Karte markiert daher nur den allgemeinen Küstenbereich und nicht den genauen Unfallort.
Achim dankte aus dem Krankenhaus seinen Freunden und den beteiligten Rettungskräften. Er sagte außerdem, es sei sein erster Ausflug zum Blauhai-Angeln gewesen und werde zugleich sein letzter bleiben. Nach eigener Aussage hatte er zeitweise befürchtet, nicht mehr nach Hause zurückzukehren.


