Öffnet in einem neuen Tab

Forscher markieren 1.250 Haie auf fünftägiger Fahrt vor Argentinien

Eine INIDEP-Fahrt brachte laut Abschlussbericht 1.250 markierte Haie. Drei geplante Satellitensender konnten dagegen nicht eingesetzt werden.

Ronny K24. September 2026
Hai bei der Markierung durch INIDEP
Markierung eines Hais. Foto: INIDEP / Argentina.gob.ar.

Forschende des argentinischen Instituts INIDEP haben während einer fünftägigen Fahrt der Mar Argentino nach einem Bericht von Revista Puerto 1.250 Haie markiert. Die Untersuchung soll helfen, Wanderungen und Wachstum besser zu verstehen und die wissenschaftliche Grundlage für den Umgang mit den Beständen zu verbessern.

Forschungsfahrt begann am 16. September

Das INIDEP hatte den Start der gemeinsamen Kampagne für den 16. September 2026 bestätigt. Auf dem Programm standen konventionelle Markierungen an Haien und Rochen sowie die Entnahme biologischer Proben. Die Arbeiten gehören zur Zusammenarbeit im Rahmen der argentinisch-uruguayischen Comisión Técnica Mixta del Frente Marítimo.

Für Untersuchungen zu Alter und Wachstum sollten zudem als Gatuzo bezeichnete Haie mit Oxytetracyclin markiert werden. Die wissenschaftlichen Aufgaben umfassten damit mehr als das Verfolgen von Wanderwegen.

Geplante Satellitensender blieben an Bord

Die Ankündigung sah auch drei Satellitensender für Haie vor. Programmleiter Jorge Colonello erklärte gegenüber Revista Puerto jedoch, dass keine ausreichend großen Exemplare gefangen wurden. Dieser Teil des Vorhabens konnte deshalb auf der Fahrt nicht umgesetzt werden. Die Zahl von 1.250 markierten Haien steht folglich nicht für 1.250 Tiere mit Satellitensendern.

Wiederfänge liefern die entscheidenden Informationen

Bei konventionellen Marken werden die Daten erst durch spätere Wiederfänge besonders wertvoll. Eine Markennummer zusammen mit Fangdatum, Position und möglichst der Körperlänge hilft, einzelne Tiere wiederzuerkennen. Daraus lassen sich Hinweise auf Bewegungen und Wachstum gewinnen.

Der Abschlussbericht nennt die Markierungszahl, aber keine vollständige Aufschlüsselung nach Arten. Ebenso wenig lässt sich daraus bereits eine Erholung der Haibestände ableiten: Die Kampagne sammelt zunächst Daten, auf denen spätere Bewertungen aufbauen können.

Quellen

Newsletter

Shark alert in your inbox

Hai-Alarm im Postfach

Echte News statt Mythen!
- Alle 14 Tage neu -