Forschende des argentinischen Instituts INIDEP haben während einer fünftägigen Fahrt der Mar Argentino nach einem Bericht von Revista Puerto 1.250 Haie markiert. Die Untersuchung soll helfen, Wanderungen und Wachstum besser zu verstehen und die wissenschaftliche Grundlage für den Umgang mit den Beständen zu verbessern.
Forschungsfahrt begann am 16. September
Das INIDEP hatte den Start der gemeinsamen Kampagne für den 16. September 2026 bestätigt. Auf dem Programm standen konventionelle Markierungen an Haien und Rochen sowie die Entnahme biologischer Proben. Die Arbeiten gehören zur Zusammenarbeit im Rahmen der argentinisch-uruguayischen Comisión Técnica Mixta del Frente Marítimo.
Für Untersuchungen zu Alter und Wachstum sollten zudem als Gatuzo bezeichnete Haie mit Oxytetracyclin markiert werden. Die wissenschaftlichen Aufgaben umfassten damit mehr als das Verfolgen von Wanderwegen.
Geplante Satellitensender blieben an Bord
Die Ankündigung sah auch drei Satellitensender für Haie vor. Programmleiter Jorge Colonello erklärte gegenüber Revista Puerto jedoch, dass keine ausreichend großen Exemplare gefangen wurden. Dieser Teil des Vorhabens konnte deshalb auf der Fahrt nicht umgesetzt werden. Die Zahl von 1.250 markierten Haien steht folglich nicht für 1.250 Tiere mit Satellitensendern.
Wiederfänge liefern die entscheidenden Informationen
Bei konventionellen Marken werden die Daten erst durch spätere Wiederfänge besonders wertvoll. Eine Markennummer zusammen mit Fangdatum, Position und möglichst der Körperlänge hilft, einzelne Tiere wiederzuerkennen. Daraus lassen sich Hinweise auf Bewegungen und Wachstum gewinnen.
Der Abschlussbericht nennt die Markierungszahl, aber keine vollständige Aufschlüsselung nach Arten. Ebenso wenig lässt sich daraus bereits eine Erholung der Haibestände ableiten: Die Kampagne sammelt zunächst Daten, auf denen spätere Bewertungen aufbauen können.

